23. Jahrgang,
Ausgabe 3
Mär. / Apr.
2017
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Chancen

„Qualität aus Schülerhand“
0800 111 05 50. Machtlos und verzweifelt? – Das Elterntelefon hilft
Mit frischem Wind in den Segeln gegen den G20-Gipfel
Meinung bilden
Jede/r hat das Recht auf ein eigenes Konto
Angebote im „westend“
Immer noch!

 

„Qualität aus Schülerhand“
3. Hamburger Schülerfi rmenmesse im Bildungszentrum Stübenhofer Weg

Schülerfirma

Alles bio! Handgemachte Chutneys, Pesto, Marmeladen und vieles mehr verkauften
die Achtklässler des Profi ls „Gesundheit und Ernährung“ von der Stadtteilschule Wilhelmsburg
. Foto: han

hk. T-Shirt 8 Euro, Windlichter 5 Euro, Trekkingbike 399 Euro, Kerzenleuchter 3 Euro! Großes Gewimmel in der Sporthalle des Bildungszentrums Stübenhofer Weg, Fachgespräche an den Ausstellungsständen, leckere Snacks und jede Menge Werbeflyer – „Qualität aus Schülerhand“: Auf der 3. „Schüfi “-Messe ging es zu wie bei den Großen.
Rund 30 Schülerfirmen aus ganz Hamburg aus beruflichen Schulen, Stadtteil- und Produktionsschulen und Gymnasien waren vertreten, erklärten den Besuchern ihre Projekte und boten ihre Produkte und Dienstleistungen an. Und das Angebot konnte sich sehen lassen: Vom neuen Schülerblog über Spezialanfertigungen von Gartenmöbeln bis zu den Fahrrädern von Tieloh-Bike – letztere mit 15-jähriger Geschichte schon eine Traditionsfirma. Veranstaltet wird die Messe vom Wilhelmsburger „Netzwerk PraxisLernen“, die Schulen der Elbinseln waren daher auch besonders gut vertreten.
Die große Zahl der Schüfis aus der ganzen Stadt zeigt aber auch, dass dieses Konzept bei der Vorbereitung auf den Beruf in den Schulen eine große Rolle spielt. Bezirksamtsleiter Falko Droßmann lobte in seinem Grußwort, dass die SchülerInnen sich mit diesen Praxisprojekten Einblick in das reale Berufsleben verschafften. Thorsten Schumacher von der Schulaufsicht Harburg hob die „Teamarbeit im Ernstfall“ hervor. Wenn die nicht funktioniere, gebe es in der Firma kein gutes Produkt. Die Vertreterin des wirtschaftsnahen Vereins Future-Preneur hob den Unternehmergeist der SchülerInnen hervor und warb für das Projekt Sommerunternehmer, bei dem die Jugendlichen in den Ferien selber Geschäftsideen entwickeln und mit ihren Angeboten Geld verdienen könnten.

Bei allem Lob gab es auch kritische Stimmen. Der Werklehrer einer Berufsschule meinte, es sei toll, was die Schüfis alles an Produkten herstellen. Aber die Kehrseite sei, dass Werken im Regelunterricht der Schulen nur noch eine geringe Rolle spiele und es entsprechend immer weniger Werkräume gebe. Es sei oft dem Engagement einzelner LehrerInnen überlassen, die praktische Seite der Schüfi -Produktion zu organisieren, Kooperationspartner zu finden und Spenden zu akquirieren.
Ob die SchülerInnen denn tatsächlich mal Unternehmer werden wollen, ist schwer zu sagen. Von Gewerkschaftsseite wird kritisiert, dass mit den Schüfi - Projekten die Arbeitgebersicht der Arbeitswelt dargestellt werde und die wackelige Berufsperspektive „Existenzgründer“ schöngeredet werde. Klassische ArbeitnehmerInnen sind in der Schülerfirma nicht vorgesehen. Fragt man die SchülerInnen an den Ständen, ob es in ihrer Firma einen Betriebsrat gebe, schütteln sie nur verständnislos den Kopf.

 

 

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0800 111 05 50. Machtlos und verzweifelt? – Das Elterntelefon hilft
Ob zermürbt vom alltäglichen Familienstress oder ratlos in Fragen der kindlichen Förderung - das Elterntelefon steht Eltern seit 15 Jahren zur Seite

PM. 2016 hat das Elterntelefon die Nummer gegen Kummer unter dem Dach des Hamburger Kinderschutzbundes -wieder vielen Eltern geholfen. 638 intensive Beratungsgespräche bei 890 Anrufen beweisen dies.

Ob zermürbt vom alltäglichen Familienstress oder ratlos in Fragen der kindlichen Förderung -das Elterntelefon steht Eltern seit 15 Jahren stärkend zur Seite. Sie erhalten Unterstützung, um Wege aus den alltäglichen Machtkämpfen mit ihren Kindern zu finden, oder bekommen Orientierung nach einer Trennung oder Scheidung, um ihre Kinder gut durch die aufwühlenden Zeiten der Neuausrichtung zu begleiten. Auch Fragen zu Pubertätsproblemen, aggressivem Verhalten der Heranwachsenden, die Förderung der Lernentwicklung ihrer Kinder, Schlafprobleme und Trotzphasen bereiten Eltern Kopfzerbrechen. Das gut ausgebildete Beratungsteam hat ein offenes Ohr für alle Fragen rund um das Leben mit Kindern. Ziel ist, das Selbstbewusstsein der Eltern zu stärken.
Am Elterntelefon gibt es umfangreiche Informationen zu weiterführenden Hilfen. Das Elterntelefon ist kostenfrei, anonym und unbürokratisch. Anruf genügt!

Erreichbar ist das Elterntelefon Mo. bis Fr., 9 bis 13 Uhr, und Mo. bis Do., 17 bis 19 Uhr,
unter der Telefonnummer 0800 111 05 50.

 

 

 

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Mit frischem Wind in den Segeln gegen den G20-Gipfel
Zweite internationale Aktionskonferenz im Ballsaal des FC St. Pauli

PM. Nicht allein die Mächtigen bereiten sich auf den G20-Gipfel im Juli in Hamburg vor. Von Kiel bis München, von Barcelona bis Athen, von Toronto bis Sydney planen Aktivistinnen und Aktivisten bereits Proteste. Plattformen entstehen, Bündnisse bilden sich lokal, überregional und auch international – vor und während Gipfels wird Hamburg zum Schauplatz vielfältiger Gegenaktivitäten.
Bei einer Aktionskonferenz am 8. und 9. April im Ballsaal des Stadions des FC St. Pauli kommen Aktive aus ganz Europa zusammen, um unter dem Motto „Zeit zu handeln – Vielfältig und Gemeinsam“ Ideen und Vorstellungen über widerständige Aktivitäten auszutauschen und eine gemeinsame Protest-Choreographie zu planen.

Bisher geplant in Hamburg sind ein Gipfel für globale Solidarität (5./6. Juli.), eine Vorabenddemonstration am 6. Juli sowie ein Aktionstag am ersten Gipfeltag (7. Juli), mit dem der reibungslose Ablauf des G20-Machtspektakels gestört werden soll, sowie eine internationale Großdemonstration am Sonnabend, 8. Juli. Eingerahmt werden die Aktivitäten von Protestcamps in der ganzen Stadt, in denen sich die vielen tausend Aktivistinnen und Aktivisten aus aller Welt versammeln werden.
Bereits Anfang Dezember kamen mehr als 600 Aktive zu einer ersten Aktionskonferenz nach Hamburg. Auch die zweite Aktionskonferenz im April wird von einem breiten Vorbereitungskreis getragen, dem u.a. globalisierungskritische Organisationen, selbstorganisierte Geflüchteten-Initiativen, „Recht auf Stadt“-Gruppen, klimapolitische Netzwerke und Organisationen der undogmatischen Linken angehören.

Sonnabend und Sonntag, 8. und 9. April, 11 - 19 und 10 - 15 Uhr, Ballsaal im Millerntor-Stadion (FC St. Pauli),
Heiligengeistfeld 1, Hamburg


Weitere Informationen:
www.g20-protest.de/was-ist-geplant/2-aktionskonferenz-8-9-april-in-hamburg/
www.g20hamburg.org/de/content/zweite-aktionskonferenz

 

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Sprach-Internationale

Sigrun

sic. Öffentliche Büchereien waren schon immer viel mehr als simple Buchausleihestellen. Ich glaube, sowohl in ihrer gesellschaftlichen Funktion als auch im Empfinden des einzelnen Nutzers. Für mich als Kind zum Beispiel, in den späten 70er-Jahren, war die Stadtteilbücherei am östlichen Rand Kiels eine Insel im Alltagsgetümmel; dort war es immer friedlich, angenehm kommunikativ und alles hatte seine verstehbare, freundliche Ordnung. Noch dazu konnte ich mich stets aufs Neue davon überzeugen, dass ich mit meinen kleinen Gedanken nicht allein war, dass die Themen, die mich beschäftigten, auch schon sehr, sehr viele Menschen vor mir beschäftigt hatten: über die Jahrhunderte hinweg - und über alle Kulturen und Sprachen.
Denn nie waren die Büchereien, so wie ich sie kenne, nur deutsch. Immer gab es da die Weltliteratur in Übersetzung, zusehends dann auch in den Originalsprachen. Damals in Kiel, Ende der 70er, wurden die ersten Regale mit türkischen Büchern für die „Gastarbeiterkinder“ aufgestellt.
Heute gibt es so ziemlich alles. In der Hamburger Zentralbücherhalle am Hühnerposten sowieso, und in den Stadtteilfilialen je nach den sprachlichen Mehrheiten vor Ort. In der Filiale am Vogelhüttendeich habe ich schon Medien auf Türkisch, Kurdisch, Englisch, Französisch und Arabisch gesehen.

Die sprachliche Integration speziell dieser Filiale in den Stadtteil begann schon früh, mit der Arbeit des türkischen Schriftstellers und Lehrers Dursun Akçam von 1985 bis 1995. Heute sind fast alle Bücherhallen Orte der Integration, wunderbar unaufgeregt, kreativ, pragmatisch und, wie‘s aussieht, richtig gut funktionierend. Ganz selbstverständlich haben sie unterschiedliche Formen von Sprach- und Verständigungskursen ins Programm genommen, sei es „Dialog in Deutsch“ oder „Lesetraining“, seien es Lesungen in mehreren Sprachen usw. Für viele geflüchtete Kinder und Jugendliche ist die Bücherhalle in ihrem Stadtteil die erste Anlaufstelle überhaupt.
In der Zentralbücherhalle am Hühnerposten hängt am Eingang dieses große Schild, oben auf Deutsch: „Heute Führung durch die Bücherhalle um 15 Uhr“, darunter dann auf Englisch und Arabisch.

Die öffentlichen Büchereien haben das Potenzial, einer DER kulturellen Anknüpfungspunkte in der Gesellschaft zu werden. Man muss nur einmal den Weg dorthin gefunden haben - und schon kann man teilnehmen an einer Art „Internationale der Sprache“.
Klar: Miteinander sprechen, das muss man dann natürlich immer noch! Und eine gemeinsame Sprache lernen. Aber der evolutionäre Hauptgewinn Sprachvermögen eint uns Menschen mehr, als dass das Nichtverstehen der fremden Sprachen uns trennt.

 

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Jede/r hat das Recht auf ein eigenes Konto
Faltblatt informiert über das „Basiskonto“

PM. Seit Mitte 2016 haben grundsätzlich alle Menschen in Deutschland das Recht, bei einer Bank ihrer Wahl ein so genanntes Basiskonto zu eröffnen. Der neue Rechtsanspruch auf ein Basiskonto gilt ausdrücklich auch für Wohnungslose und Asylsuchende. Mit dem neuen Faltblatt „Recht auf ein Konto“ informiert die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz über die neue Rechtslage.
„Ein Girokonto ist heutzutage für die Teilnahme am wirtschaftlichen Leben unentbehrlich. Die Schaffung des Rechtsanspruchs war deshalb überfällig. Mit dem neuen Informationsangebot wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass mehr Menschen über ihre Rechte informiert sind und mit diesem Wissen ein eigenes Bankkonto eröffnen können“, sagt Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.
Der Informationsflyer vermittelt den Anspruchsberechtigten in kurzer und knapper Form die wichtigsten Informationen über den Zugang zu einem Basiskonto sowie über die bestehenden Möglichkeiten, sich gegen eine etwaige Ablehnung durch eine Bank zur Wehr zu setzen. Der Flyer ist in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi, Polnisch, Türkisch und Russisch erhältlich.

Das Faltblatt kann bei der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz kostenfrei
per Mail: publikationen@bgv.hamburg.de, oder per Telefon: 040-428 37-2368, bestellt werden.
Außerdem steht das Informationsangebot mehrsprachig unter der Adresse

http://www.hamburg.de/kundenschutz/7794042/recht-auf-ein-konto/
zum Download bereit.

 

 

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Angebote im „westend“

Migrantenmedizin

Hier können sich Migrant(inn)en ohne Krankenversicherung und ohne geregelten Aufenthaltsstatus kostenlos beraten und behandeln lassen.
Allgemeine Sprechstunde: Dienstag, 9 bis 13 Uhr
• Sprechstunde für Kinder: Jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat, 16 bis 18 Uhr
• Sprechstunde für Frauen: Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, 9 bis 13 Uhr

Kommen Sie gern in unsere Sprechstunden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Repair-Café
In entspannter Atmosphäre, bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, reparieren wir mit Euch gemeinsam Euer kaputtes Elektrokleingerät oder Fahrrad.
• Jeden letzten Freitag im Monat von 16 bis 19 Uhr geöffnet

Mieterberatung
Montag von 9 bis 10 Uhr und Donnerstag von 16 bis 17 Uhr

Sozialberatung
Das Angebot des Kirchenkreises Hamburg-Ost bietet Beratung zu allen Fragen und Problemen rund um ALG I + II, Schulden und Wohnung.
• Offene Sprechstunde: Jeden Donnerstag von 10 bis 11 Uhr

westend, Vogelhüttendeich 17, Tel. 040 75 66 64 01


 

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Immer noch!
WIR suchen wirklich ganz dringend ehrenamtliche AnzeigenwerberInnen!

Wir arbeiten Sie gern ein. Werden Sie Teil unseres netten Redaktionsteams und lernen Sie Wilhelmsburg von einer ganz anderen Seite kennen. Sie brauchen nur ein wenig Kontaktfreude, Hartnäckigkeit und Affinität zum WIR.

Melden Sie sich bitte!
E-Mail: briefkasten@inselrundblick.de, oder Tel. 040/401 959 27,
oder kommen Sie einfach mittwochs um 16 Uhr zu uns.




 

 

 

 

 

 

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