24. Jahrgang,
Ausgabe 5
Mai / Juni
2018
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Neue Chancen

Gemeinsam kochen und lachen
2. Juni 2018: WORK
„Syrien ist kaputt, Deutschland nicht. Klar bleibe ich hier“
DIH-Timetable
Elterschule Wilhelmsburg sucht zum 4.9.2018 Kursleiter*in für den Interkulturellen Treff
Rechtsberatung, Beratung zu Ausbildung und Beruf
Wie finde ich eine Wohnung?

 

Gemeinsam kochen und lachen
Kochabend mit Geflüchteten und Beheimateten wird sehr gut angenommen

Kochabend

Gemüse schnibbeln, kochen, reden, lachen und sich kennenlernen: Zum gemeinsamen Kochabend melden sich regelmäßig um die 25 Geflüchtete und Beheimatete an.

Heba (links) und Alaa (rechts) unterhalten sich, während Momo, Muzafar und Badi im Hintergrund das Makluba und den Salat vorbereiten.
Foto: han

han. Heute gibt es Makluba. Das ist ein syrisches Gericht mit Reis, frittierten Auberginen, Pinienkernen, Mandeln, Nüssen und Hackfleisch. Dazu Salat und eine Art Auflauf mit selbstgemachtem Käse und sehr dünnen Teigblättern. Mehr als 20 Menschen sind in den Zinnwerken zusammengekommen und kochen gemeinsam. An den zwei langen Tischen wird Gemüse geschnibbelt, es läuft Musik, es wird viel geredet, in der Küche steht Chefkoch Muzafar, der das Fett für die frittierten Auberginen erhitzt und versucht den Überblick zu behalten und das Koch-Team zu koordinieren. „Wir machen eine Variante mit Hackfleisch und eine vegetarisch. Oder haben wir auch Veganer dabei?“, fragt Muzafar, der aus Aleppo stammt, dort allerdings kein Koch, sondern Apotheker war.
„Keiner? Okay.“
Schon seit 2015 organisiert Benedikt Stefanowski Kochabende, bei denen Geflüchtete und Beheimatete gemeinsam Gerichte zubereiten und in großer Runde essen. „Das Projekt läuft richtig gut. Wir sind ein Team von etwa zehn Menschen, die die Organisation übernehmen“, sagt der 31-Jährige, der sich bei Die Insel Hilft engagiert. Die Gerichte, die an den Kochabenden zubereitet werden, stammen meist aus Syrien, Afghanistan, Iran oder Eritrea. „Auf die Idee sind wir gekommen, weil die Menschen, die in der Unterkunft in der Dratelnstraße gelebt haben, keine Küche zur Verfügung hatten, sondern nur eine Kantine. Wir wollten ihnen die Möglichkeit geben, ihr eigenes Essen zu kochen.“ Inspiriert und unterstützt von „Über den Tellerrand e.V.“ in Berlin haben sich in Hamburg viele einzelne Kochgruppen zu einem Netzwerk zusammengefunden.
„Die Insel hilft“ gehört zu den Unterstützern des Projekts. „Wir haben immer mehr Anmeldungen als freie Plätze. Es ist ein absolutes Erfolgsprojekt“, sagt Benedikt.
Muzafar schält eine Hand voll Knoblauchzehen für den Hummus. „Hatten wir nicht irgendwo eine Knoblauchpresse?“, fragt er. „Ja, ich meine schon“, sagt Verena vom Team der Inselhilfe, die den Kochabend mitorganisiert. „Aber wo?“ Sie finden sie nicht. „Ich kann das auch ohne“, sagt Rosa, legt die Knoblauchzehen auf einen Teller und nimmt sich ein Glas. Dann haut sie mit dem Boden des Glases immer wieder auf die Knoblauchzehen, bis sie kleiner und kleiner werden. Adna nimmt sich ebenfalls ein Glas und einen Teller. Allerdings zerkleinert er die Zehen mit kreisenden Bewegungen, sodass kaum ein Laut zu hören ist. „Wenn ich das zu Hause so machen würde wie Rosa, dann bekomme ich Stress mit den Nachbarn“, sagt er und lacht. „Aber hier ist es doch in Ordnung“, erwidert Rosa.
Nach drei Stunden Vorbereitung, vielen Gesprächen und lustigen Momenten ist das Maklube, der Salat und der Auflauf fertig.
Muzafar: „Alle zu Tisch, es gibt Essen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

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2. Juni 2018: WORK
Auf der Messe geht es um Ausbildung, Arbeit, Ehrenamt

PM. WORK ist eine Messe für alle, die auf der Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit sind, die eine Ausbildung oder Qualifizierung machen oder eine Arbeitsstelle finden möchten.
WORK ist eine Kontaktbörse. Sie vernetzt die Besucher*innen mit ehrenamtlichen Projekten, Qualifizierungsmaßnahmen und Arbeitgebern.
In Workshops stellen die Ansprechpartner-*innen ihre Unternehmen und Projekte persönlich vor. Ganz einfach und interaktiv. Die Interessent*innen können verschiedene Tätigkeitsfelder kennenlernen oder mit professioneller Hilfe einen Lebenslauf erstellen. Insgesamt elf Workshops gibt es. Firmen aus den Bereichen Handwerk, Logistik und Transport, Soziales, Service und Gastronomie sowie Technik stellen ihre Berufe und Arbeitsplätze vor. Die Freiwillige Feuerwehr und der Arbeitskreis „Zeichen setzen – Wilhelmsburg. Vielfalt. Toleranz. Respekt“ präsentieren Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitarbeit. Drei Workshops bieten Beratung und Hilfe bei den Themen Berufsorientierung, Berwerbungsunterlagen und Bewerbungsgespräch.
WORK findet von 10 bis 18 Uhr statt. Eine Anmeldung für die Workshops ist nicht nötig. Alle Workshops finden auf Deutsch statt. Es werden jedoch Übersetzer*innen vor Ort sein, die bei Bedarf helfen können!
Für Kinder ab vier Jahren gibt es eine Kinderbetreuung. Sie werden vor Ort von Helfer*innen von Kids Welcome betreut und können spielen, malen oder basteln. Vor Ort wird es außerdem eine kostengünstige Verpflegung geben.

WORK: 2.6.2018, 10 - 18 Uhr, Haus der Jugend Kirchdorf, Krieterstraße 11, 21109 Hamburg-Wilhelmsburg.
S3/S31 bis S-Bahnhof Wilhelmsburg, dann 8 Minuten Fußweg.

Das ausführliche Workshop-Programm gibt es auf www.fluechtlingshilfe-elbinseln.de/work in den Sprachen Deutsch, Englisch, Arabisch, Farsi zum Herunterladen.

 

 

 

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„Syrien ist kaputt, Deutschland nicht. Klar bleibe ich hier“

Hossam

han. Er möchte mal Astronaut werden. Dafür muss Hossam noch einige Jahre die Schulbank drücken und wohl auch noch ein bisschen größer und stärker werden. Jetzt geht er noch in die Vorschule: „Es ist toll in der Vorschule“, sagt der 6-Jährige in nahezu akzentfreiem Deutsch. „Wir spielen manchmal Theater, und manchmal schauen wir auch beim Theater zu. Außerdem gehen wir auch in die Bücherhalle. Das mag ich.“ Er hat auch schon viele Freunde dort gefunden. „Ich habe schon mehr als zehn.“
Vor zwei Jahren ist Hossam mit seiner Mutter und seinen beiden Brüdern in Wilhelmsburg angekommen. Er ist der kleinste der drei Kinder. „Wir wohnen in einem großen gelben Haus, ganz in der Nähe von der S-Bahnstation Wilhelmsburg“, sagt Hossam. „Wir wohnen ganz oben. Wenn ich aus dem Fenster schaue, dann ist es wirklich ziemlich hoch.“
Über sein Leben in Syrien, wo er bis zu seinem vierten Lebensjahr gelebt hat, redet er nicht so viel. Hossam redet lieber über Basketball, Schwimmen, Tischtennis und Astronauten. Außerdem mag er Bäume, er klettert auf ihnen und will sie fotografieren. Er riecht gern an bunten Blüten und spielt mit Pusteblumen. Ihm gefällt es hier auf Wilhelmsburg. „Syrien ist kaputt, Deutschland ist nicht kaputt. Klar bleibe ich hier.“


 

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DIH-Timetable

Eine Übersicht über alle regelmäißgen Termine vom 22.5. - 17.6.
Alle Angebote außer Tandem finden im Inselhaus, Erlerring 1, 21109 Hamburg,statt.
Bitte informieren Sie sich kurzfristig auf fluechtlingshilfe.org/Termine/! Oder telefonisch unter 040/35 62 86 67

Montag
10-12 h:
Deutsch für A1/A2
16-18 h:
Sprechstunde Wohnungssuche

Dienstag
17 - 19 h: Deutschlernhilfe (für Geflüchtete als Ergänzung zum Deutschkurs)


Mittwoch

11 - 13 h: Mittags-Deutschlernhilfe
11 - 13 h: Deutsch für Anfänger
16.30 - 18 h: Deutschlernhilfe

Donnerstag

10-12 h: Weltcafé
19-21 h: Klönschnack am 31.5. + 14.6.
19-21 h: Infos zum Projekt „Tandem“, am 24.5. + 7.6.
Bitte immer per Mail (tandem@inselhilfe.org) anmelden!
Ort: Sprach- und Bewegungszentrum, Rotenhäuser Damm 40
19-21 h: Deutsch im Beruf (neu)


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Elterschule Wilhelmsburg sucht zum 4.9.2018 Kursleiter*in für den Interkulturellen Treff

Tätigkeit auf Honorarbasis. Die Aufgabenbereiche sind:
Durchführung des Interkulturellen Treffs für Frauen, Informationen zu unterschiedlichen Themen, insbesondere über Erziehung in der Migration, Beratung rund um den Familienalltag, Kurslistendokumentation, Teilnahme an Kursleiter*innenbesprechungen
Erforderliche Kenntnisse und Fähigkeiten:

Beratungserfahrungen, besonders im Bereich Migration, Ansprache und Unterstützung der Frauen im Setting Interkultureller Treff, erwünscht: Bilingualität, Kooperations- und Teamfähigkeit, selbstständiges und strukutriertes Arbeiten

Kurzbewerbungen senden Sie bitte per Mail an:
Elternschule in der Zeidlerstr., Frau Dragana Prgomelja, Dragana.
prgomelja@hamburg-mitte.hamburg.de//Elterschule im Tor zur Welt,
Frau Birgit Trosien, Birgit.trosien@hamburg-mitte.hamburg.de

 

 

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Rechtsberatung
Die Refugee Law Clinic berät ab jetzt jeden 1., 3. und 5. Freitag zwischen 15 und 18 Uhr im Monat Geflüchtete in der Poliklinik Veddel (bisheriger Standort: Inselhaus von Die Insel Hilft e.V.).
Zusätzlich gibt es eine Frauenberatung am 2. Freitag des Monats zwischen 15 und 18 Uhr.
Poliklinik Veddel, Am Zollhafen 5b, 20539 Hamburg

 

Beratung zu Ausbildung und Beruf
Das Projekt W.I.R. richtet sich an geflüchtete Menschen, die eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Aufenthaltsgestattung haben und auf der Suche nach Arbeit, einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz sind.
Das Projekt bietet jeden Dienstag von 9 bis 12 Uhr (Harburger Ring 35, 21073 Hamburg) oder jeden Mittwoch von 9 bis 13 Uhr (Millerntorplatz 1, 20359 Hamburg) eine offene Sprechstunde zum Thema Beruf und Ausbildung an.


 

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Wie finde ich eine Wohnung?
Neues Team im Inselhaus berät Menschen bei der Wohnungssuche

Wohnungen

Die Suche nach Wohnungen beschäftigt die meisten Geflüchteten besonders.
„Die Insel hilft“ hat reagiert und bietet nun wieder eine Sprechstunde dazu an.
Ralf (rechts) und Sakina (Foto unten) bilden das neue Sprechstunden- Team.
Inselhausleiterin Diana Ennet unterstützt sie dabei
.
Foto: han

Diana Ennet/han. Sie will sich sozial engagieren. Sie will die Zeit zwischen ihrem Abitur und dem Beginn ihres Studiums „sinnvoll“ nutzen. Deswegen arbeitet Sakina Attalla ehrenamtlich bei „Die Insel Hilft“ (DIH) mit. „Ich habe von dem Wohnungsprojekt gehört. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr wichtig für Geflüchtete ist, nicht mehr in Camps, sondern in eigenen Wohnungen zu leben“, sagt die 19-Jährige. „Und dass es hier in Hamburg schwierig ist, eine Wohnung zu finden, das weiß ja jeder.“

Sakina

Sakina Attalla berät Wohnungssuchende.
Foto:ein

Schon 2015 haben Ehrenamtliche von DIH eine wöchentliche Sprechstunde organisiert, in der es nur um Hilfe zur Selbsthilfe bei der Wohnungssuche geht. „Wir dachten, wir können den Zufluchtsuchenden auf alle möglichen Fragen eine Antwort geben. Aber alle hatten nur eine Frage: Wie finde ich eine Wohnung?“, erinnert sich eine Ehrenamtliche.
Deswegen haben sie eine 25-seitige Broschüre entwickelt, in denen die ersten Schritte für eine erfolgreiche Wohnungssuche beschrieben werden. „In der Broschüre werden viele Begriffe erklärt, Formularvordrucke und Textbausteine angeboten und auf mehreren Seiten sind die Wohnungsbaugenossenschaften und Adressen für die Wohnungssuche aufgeführt“, sagt Diana Ennet, Leiterin des Inselhauses. Die Broschüre ist derzeit in sechs Sprachen übersetzt und auf der Internetseite von DIH zum Herunterladen bereitgestellt.

Sakina bildet gemeinsam mit Ralf das neue Team für die Sprechstunde zum Thema Wohnungssuche, weil das alte Team keine Zeit mehr für die ehrenamtliche Arbeit bei DIH hatte. Diana Ennet unterstützt die Beiden, bis sich Verstärkung gefunden hat. Jeden Montag von 16 bis 18 Uhr bieten sie im Inselhaus Beratung zur Wohnungssuche an. Die Suchenden können sich unter sprechstunde@inselhilfe.org oder telefonisch im Büro des Inselhauses unter 040-35 62 86 67 anmelden. Bei großer Nachfrage sind auch Infoveranstaltungen geplant.
„Wichtig ist zu wissen, dass wir keine Wohnungen haben, die wir anbieten. Wir wollen die Menschen unterstützen, sich selbstständig und selbstbewusst um eine Wohnung zu bemühen. Denn mit einer guten Vorbereitung und vollständigen Unterlagen hat man bessere Chancen bei der Wohnungssuche“, sagt Ralf. Außerdem sei es von Vorteil, wenn Beratungssuchende jemanden als Dolmetscher mitbringen könnten.

 

 

 




 

 

 

 

 

 

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