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Wann... in Wilhelmsburg ?
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Kinder, Jugend, Bildung
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Rebellion der Pfeffersäcke“ nannte es eine Zeitschrift |
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Tanzkurse für Kinder und
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Bilderbuchkino |
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„Gedichte für Wichte“ |
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Kooperation vereinbart |
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Denken macht stark! |
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Der Volksentscheid über die Schulreform:
Rebellion der Pfeffersäcke“ nannte es eine Zeitschrift
hk. Die Gegner des gemeinsamen längeren Lernens haben den Volksentscheid
gewonnen. 58 % der abgegebenen Stimmen waren gegen die Einführung
der sechsjährigen Primarschule, 45 % waren dafür.
In Wilhelmsburg und auf der Veddel gab es sieben Stimmlokale. Hier bietet
sich ein widersprüchliches Bild. In drei Stimmbezirken war eine Mehrheit für
die Primarschule, in vier Stimmbezirken eine Mehrheit dagegen (siehe Kasten).
Der schwarz-grüne Senat hatte versucht, nach jahrzehntelangem Reden über
die soziale Ungerechtigkeit des gegliederten Schulsystems einen ersten Schritt
in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit zu tun. Dieser Versuch ist gescheitert.
Das Abstimmungsergebnis des Volksentscheids macht einmal mehr deutlich,
dass in der Schulpolitik ein Riss durch die Stadt geht und sich zwei fast gleich
starke Seiten ziemlich unversöhnlich gegenüber stehen. Und es wird auch
deutlich, was die Reformgegner um Herrn Scheuerl weit von sich weisen: Es
war eine Abstimmung der Reichen über die Armen.
Die Reformgegner zitieren gern einzelne Stimmergebnisse gegen die Primarschule
aus „weniger einkommensstarken Gebieten“ wie Billstedt, Horn und
auch Wilhelmsburg. Sie wollen dokumentieren, dass die Ablehnung der Reform
quer durch die Bevölkerung geht. Sie vertuschen aber, dass in diesen Stadtteilen
die meisten Menschen überhaupt nicht abgestimmt haben. So lag die Abstimmungsbeteiligung
z. B. in Blankenese bei 59 %, in Wilhelmsburg aber nur
bei 25 %. Eine Zeitschrift nennt die Kampagne gegen die Reform folglich die
Rebellion der Pfeffersäcke.
Die große Mehrheit der Stimmberechtigten in den „sozialen Brennpunkten“
hatte offensichtlich keine Hoffnung, dass ihr die Teilnahme an der Abstimmung
irgendetwas gebracht hätte. Ganz abgesehen davon durften etwa
200.000 Hamburger ohne deutschen Pass und damit auch die Eltern vieler
Wilhelmsburger Schüler an der Abstimmung gar nicht teilnehmen.
Unabhängig von der Ablehnung der Primarschule werden die anderen Punkte
des schwarz-grünen Programms im nächsten Schuljahr umgesetzt, so die Einführung
der Stadtteilschule und die Abschaffung des Büchergeldes. Außerdem
können die 23 Starter-Primarschulen entsprechend dem Antrag ihrer Schulkonferenzen
am 1. 8. mit den neuen 5. Klassen beginnen. Sie genießen, so die
Senatorin, für diesen Durchgang „Vertrauensschutz“. Dies gilt in Wilhelmsburg
für die Schule an der Burgweide und die Schule Stübenhofer Weg. Wie es
dann überhaupt bildungspolitisch weitergeht in Hamburg ist nach Lage der
Dinge ungewiss. Mit dem viel beschworenen Schulfrieden wird es aber angesichts
dieses Risses durch die Stadt mit Sicherheit auch nichts werden.
Abstimmungsergebnisse in
Wilhelmsburg / Veddel:
| Stimmlokal |
für
die Einführung der
Primarschule |
gegen
die Einführung der
Primarschule |
| |
|
|
| Schule Slomanstieg |
70 % |
31 % |
| Elbinsel-Schule |
58 % |
44 % |
| Gesamtschule
Kirchdorf |
35 % |
64 % |
| Schule
Stübenhofer Weg |
35 % |
67 % |
| Schule Fährstraße |
75 % |
26 % |
| Kundenzentrum |
35 % |
63 % |
| Schule
Rotenh. Damm |
60 % |
40 % |
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Freizeithaus Kirchdorf-Süd:
Tanzkurse für Kinder und
Jugendliche
Kreativer Kindertanz (4- 6 Jahre)
mit Julia Schnatzer:
25. 8. - 15. 12. (15 x, nicht in den
Ferien) - Kursgebühr: 45 €
Kurs a (4 - 6 J.): Mi, 14.45 - 15.45 h
Kurs b (4 - 6 J.): Mi, 15.45 - 16.45 h
Kurs für Kinder von 7 - 9 Jahren:
Mi, 16.45 - 17.45 h
Dance-mix für Mädchen (8 - 12 Jahre) mit Ilka Holst
23. 8. - 13. 12. (16 x, auch in den
Ferien) - Kursgebühr: 56 €
Mo, 17 - 18.15 h
Neu:
Jazz-Dance für Mädchen (13 - 16
Jahre) mit Anna Silitsch
23.8. - 13.12. (14 x, nicht in den
Ferien) - Kursgebühr: 49 €
Mo, 18 - 19.15 h
Anmeldung bei Barbara Kopf im
Freizeithaus Kirchdorf-Süd
Tel. 750 73 53
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Bücherhalle Kirchdorf:
Bilderbuchkino
- immer freitags um 10.30 Uhr. Eintritt frei - Gruppen bitte anmelden.
20. 8.: “Der Froschkönig” (ab 5 Jahren)
Der Frosch, den die Prinzessin bittet, die in den Brunnen gefallene Goldkugel
heraufzuholen, fordert dafür einen hohen Preis: Er will zu ihrem Gefährten
werden, von ihrem goldenen "Tellerlein" essen, in ihrem "Bettlein" schlafen.
Ein Märchenklassiker.
27. 8.: „Ich will! Ich will! Die kleine Elfe hat viele Wünsche“
(ab 3 Jahren)
Ein Bilderbuch über viel zu viele Wünsche und eine ganz große Freundschaft.
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Bürgerhaus Wilhelmsburg:
„Gedichte für Wichte“ -
PM. Die tollste Stunde der Woche für alle kleinen Leute unter 3 Jahren, die
Spaß an Sprache, Reimen und ersten Liedern haben: Zu Hause singen, Fingerspiele
spielen und Bilderbücher gucken macht Spaß – aber in der Gruppe, gemeinsam
mit anderen Kindern und ihren Eltern, ist es noch netter.
Auch in den Sommerferien findet in Bürgerhaus das Angebot „Gedichte für
Wichte“ statt, in Kooperation mit der Elternschule Wilhelmsburg und Buchstart
Hamburg. Die Teilnahme ist kostenlos und der Einstieg ist jederzeit möglich -
immer donnerstags, 11 - 12 Uhr.
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Kooperation vereinbart
Die künftigen Stadtteilschulen und
zwei berufsbildende Schulen der Elbinseln
schließen eine Kooperationsvereinbarung.
PM. Viel Schul-Prominenz versammelte
sich am 23. 6. im neuen
Oberstufenhaus der Gesamtschule
Kirchdorf: Die Schulleiter der
künftigen Stadtteilschulen Bodo Giese
(GSK), Jörg Kallmeyer (GSW) und
Matthias Herpe (Stv., Stübenhofer
Weg) sowie der Leiter der Gewerbeschule
für Informations-, Elektro-,
Chemie- und Automatisierungstechnik
G18, Alfred Sietas, und der
Abteilungsleiter Berufsorientierung
der Staatlichen Schule für Gesundheitspflege
W4, Stefan Kurbjuhn,
kamen zusammen, um die „Kooperationsvereinbarung
Elbinsel“ zu unterzeichnen.
Diesem Ereignis war ein längerer
Diskussions- und Einigungsprozess
vorausgegangen. Mit Gründung der
neuen Stadtteilschulen zum nächsten
Schuljahr sind diese mehr als bisher
dafür verantwortlich, dass ihren
Schülern der Übergang in die Berufsausbildung,
das Studium oder die
Erwerbstätigkeit gelingt. Die Stadtteilschulen
sind darüber hinaus gehalten,
sich dafür Partner zu suchen
und geeignete Kooperationen einzugehen.
Auf der Elbinsel wurde jetzt der
Grundstein für eine erfolgreiche
Lösung dieser Aufgabe gelegt. Die
Stadtteilschulen erhalten zukünftig
Unterstützung im Bereich Berufsorientierung
durch kompetente Fachlehrer
aus den berufsbildenden
Schulen. In enger Zusammenarbeit
wollen die Schulen ihre bisherigen
Aktivitäten erweitern und zu einem
gemeinsamen Konzept weiterentwickeln.
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Denken macht stark!
Mathe-Olympiade der 5. Klassen an der Gesamtschule Kirchdorf
PM. Am 18. Juni fand an der Gesamtschule Kirchdorf die
traditionelle Siegerehrung der schulinternen „Mathe-Olympiade
Jahrgang 5“ statt. Die Gewinner 2010 sind Berfin Baran (1.), Aleyna Celik (2.)
und Abdullah Öckan (3. Platz). Sie überzeugten die Jury aus fünf SchülerInnen
der 12. Klasse in der Vor- und Endrunde.
In der Feierstunde mit Schülern, Lehrern und Eltern des Jahrgangs erhielten
die Gewinner eine Urkunde und ein Geschenk. Darüber hinaus wird der Name
der Erstplatzierten auf dem Wanderpokal verewigt.

Die SiegerInnen der Endrunde: Aylin
Celik, Befin Baran und Abdullah Öckan
(v.l.n.r.).
Foto: GSK
Mathematik– und Physiklehrer
Stephan Gniech, Abteilungsleiter der
Stufen 5-6, ist stolz auf seine Schützlinge,
denn die Aufgaben verlangen
weit mehr als bloßes Rechnen. „Die
Kinder müssen sich bei jeder Aufgabe
in spannende, komplizierte Sachverhalte
einarbeiten. Neben dem Rechnen wird erwartet, dass sie diskutieren,
argumentieren und begründen,
wenn sie ihre Ergebnisse
der Jury vorstellen“, betont Gniech.
Das macht die Schüler fit für den Alltag
und den späteren Beruf.
Doch nicht nur die Sieger profitieren
von dem Wettbewerb. Das gemeinsame Knobeln in den Klassen, die gute Betreuung
durch die Lehrer und nicht zuletzt die in Aussicht stehenden Preise
motivieren die gesamte Jahrgangsstufe außerordentlich, sich mit Mathematik
zu beschäftigen. Die acht Aufgaben, die es auf dem Weg zum Pokal zu lösen
gilt, staffeln sich in der Schwierigkeit. So haben auch Neulinge eine Chance
auf Erfolg.
Seit nunmehr 10 Jahren gibt es an der Gesamtschule Kirchdorf diesen Wettbewerb
für alle vier Klassen des 5. Jahrgangs. Das Lehrerteam freut sich
schon auf den nächsten Durchgang.
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„Ich schaue nun viel zuversichtlicher in die Zukunft“
21 Praktikanten des 9-Plus Programms erhielten Zertifikat bei Aurubis
MA. Der 16-jährige Yunus Demir hat es geschafft,
und mit ihm 20 weitere Praktikanten
des Programms 9-Plus, die am vergangenen
Freitag in der Alten Schlosserei der Aurubis AG
nach bestandener Prüfung ihr Zertifikat über
ein erfolgreich absolviertes Praktikum erhielten.
 
Zehn der Jugendlichen hatten die
Chance, sich bei der Aurubis AG, dem größten
Kupferproduzenten Europas im Praktikum zu
beweisen, die anderen Hauptschüler wurden
in Betrieben wie Elektro Mittendorf, der Universität
Hamburg, beim türkischen Restaurant
„Pamukkale“, DB Schenker und der Aral-Tankstelle auf der Veddel für eine Berufsausbildung
fit gemacht. Von den 21 Praktikanten
werden 80 Prozent einen Ausbildungsvertrag
erhalten, acht von ihnen bei der Aurubis. Auch
Yunus darf sich über den gelungenen Karrierestart
freuen. Doch was ist das 9-Plus-Programm?
In seinem Referat, das sich in Form und Inhalt durchaus mit so manchem
Vortrag eines Studenten messen kann, beschreibt Yunus, worum es geht:
„Das 9-Plus-Programm ist ein Kooperationsprojekt der Schule Slomanstieg
und der Aurubis AG. Slomanstieg-Schüler mit Hauptschulabschluss können sich
für ein Praktikumsjahr in verschiedenen Berufsfeldern wie zum Beispiel in der
Metallarbeit bei dem Unternehmen bewerben. Ein Einstellungstest entscheidet,
wer das Praktikum bekommt. Während des einjährigen Praktikums verdienen
die Schüler 430 Euro im Monat und werden an drei Tagen im Betrieb ausgebildet,
an zwei Tagen müssen sie in den Fächern Deutsch, Mathematik und
Englisch die Schulbank drücken. Die Entwicklung der Schüler wird zur
Praktikumshalbzeit mit einem weiteren Test festgestellt“.
Und die Jungs und Mädels haben sich entwickelt! An Präsentationsständen
dokumentierten sie, was sie in dem Jahr gelernt hatten. Neben den
Praktikanten zeigten auch 15 Schüler des Praxislerntages ihre Eindrücke.
Sämtliche ausgestellten Arbeiten lassen erkennen, dass alle mit vollem
Engagement dabei waren. Davon konnte sich auch Bildungssenatorin Christa
Götsch (GAL) überzeugen. Sie hob hervor, dass viele Jugendliche erst im Betrieb
den Sinn des Schulischen Lernens begreifen, „Aurubis hat hier hervorragende
Pionierarbeit geleistet“, so die Senatorin.
Für die Konzernleitung ist das Projekt Chefsache. Wie der Vorstandsvorsitzende
der Aurubis AG, Dr. Bernd Drouven, versicherte, werde sich das
Unternehmen auch in Zukunft für Jugendliche engagieren. „Nur mit gut ausgebildeten
Mitarbeitern können wir den Industriestandort Hamburg nachhaltig
sichern“, betonte er. Ein Satz, der für viele Deutsche Manager ein Startschuss
für ähnliche Projekte sein sollte.
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