16.Jahrgang,
Ausgabe 8
Aug. / Sep.
2010
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Wann... in Wilhelmsburg ?

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Kinder, Jugend, Bildung

Rebellion der Pfeffersäcke“ nannte es eine Zeitschrift
Tanzkurse für Kinder und Jugendliche
Bilderbuchkino
„Gedichte für Wichte“
Kooperation vereinbart
Denken macht stark!
 
 

 

Der Volksentscheid über die Schulreform:
Rebellion der Pfeffersäcke“ nannte es eine Zeitschrift

hk. Die Gegner des gemeinsamen längeren Lernens haben den Volksentscheid gewonnen. 58 % der abgegebenen Stimmen waren gegen die Einführung der sechsjährigen Primarschule, 45 % waren dafür.
In Wilhelmsburg und auf der Veddel gab es sieben Stimmlokale. Hier bietet sich ein widersprüchliches Bild. In drei Stimmbezirken war eine Mehrheit für die Primarschule, in vier Stimmbezirken eine Mehrheit dagegen (siehe Kasten). Der schwarz-grüne Senat hatte versucht, nach jahrzehntelangem Reden über die soziale Ungerechtigkeit des gegliederten Schulsystems einen ersten Schritt in Richtung mehr Bildungsgerechtigkeit zu tun. Dieser Versuch ist gescheitert. Das Abstimmungsergebnis des Volksentscheids macht einmal mehr deutlich, dass in der Schulpolitik ein Riss durch die Stadt geht und sich zwei fast gleich starke Seiten ziemlich unversöhnlich gegenüber stehen. Und es wird auch deutlich, was die Reformgegner um Herrn Scheuerl weit von sich weisen: Es war eine Abstimmung der Reichen über die Armen.

Die Reformgegner zitieren gern einzelne Stimmergebnisse gegen die Primarschule aus „weniger einkommensstarken Gebieten“ wie Billstedt, Horn und auch Wilhelmsburg. Sie wollen dokumentieren, dass die Ablehnung der Reform quer durch die Bevölkerung geht. Sie vertuschen aber, dass in diesen Stadtteilen die meisten Menschen überhaupt nicht abgestimmt haben. So lag die Abstimmungsbeteiligung z. B. in Blankenese bei 59 %, in Wilhelmsburg aber nur bei 25 %. Eine Zeitschrift nennt die Kampagne gegen die Reform folglich die Rebellion der Pfeffersäcke.

Die große Mehrheit der Stimmberechtigten in den „sozialen Brennpunkten“ hatte offensichtlich keine Hoffnung, dass ihr die Teilnahme an der Abstimmung irgendetwas gebracht hätte. Ganz abgesehen davon durften etwa 200.000 Hamburger ohne deutschen Pass und damit auch die Eltern vieler Wilhelmsburger Schüler an der Abstimmung gar nicht teilnehmen.

Unabhängig von der Ablehnung der Primarschule werden die anderen Punkte des schwarz-grünen Programms im nächsten Schuljahr umgesetzt, so die Einführung der Stadtteilschule und die Abschaffung des Büchergeldes. Außerdem
können die 23 Starter-Primarschulen entsprechend dem Antrag ihrer Schulkonferenzen am 1. 8. mit den neuen 5. Klassen beginnen. Sie genießen, so die Senatorin, für diesen Durchgang „Vertrauensschutz“. Dies gilt in Wilhelmsburg für die Schule an der Burgweide und die Schule Stübenhofer Weg. Wie es dann überhaupt bildungspolitisch weitergeht in Hamburg ist nach Lage der Dinge ungewiss. Mit dem viel beschworenen Schulfrieden wird es aber angesichts dieses Risses durch die Stadt mit Sicherheit auch nichts werden.


Abstimmungsergebnisse in Wilhelmsburg / Veddel:

Stimmlokal
für
die Einführung der
Primarschule
gegen
die Einführung der
Primarschule
     
Schule Slomanstieg
70 %
31 %
Elbinsel-Schule
58 %
44 %
Gesamtschule Kirchdorf
35 %
64 %
Schule Stübenhofer Weg
35 %
67 %
Schule Fährstraße
75 %
26 %
Kundenzentrum
35 %
63 %
Schule Rotenh. Damm
60 %
40 %
     


 

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Freizeithaus Kirchdorf-Süd:

Tanzkurse für Kinder und Jugendliche

Kreativer Kindertanz (4- 6 Jahre) mit Julia Schnatzer:
25. 8. - 15. 12. (15 x, nicht in den Ferien) - Kursgebühr: 45 €
Kurs a (4 - 6 J.): Mi, 14.45 - 15.45 h
Kurs b (4 - 6 J.): Mi, 15.45 - 16.45 h
Kurs für Kinder von 7 - 9 Jahren: Mi, 16.45 - 17.45 h

Dance-mix für Mädchen (8 - 12 Jahre) mit Ilka Holst
23. 8. - 13. 12. (16 x, auch in den Ferien) - Kursgebühr: 56 €
Mo, 17 - 18.15 h

Neu:
Jazz-Dance für Mädchen
(13 - 16 Jahre) mit Anna Silitsch
23.8. - 13.12. (14 x, nicht in den Ferien) - Kursgebühr: 49 €
Mo, 18 - 19.15 h

Anmeldung bei Barbara Kopf im
Freizeithaus Kirchdorf-Süd
 Tel. 750 73 53

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Bücherhalle Kirchdorf:

Bilderbuchkino

- immer freitags um 10.30 Uhr. Eintritt frei - Gruppen bitte anmelden.


20. 8.: “Der Froschkönig” (ab 5 Jahren)
Der Frosch, den die Prinzessin bittet, die in den Brunnen gefallene Goldkugel heraufzuholen, fordert dafür einen hohen Preis: Er will zu ihrem Gefährten werden, von ihrem goldenen "Tellerlein" essen, in ihrem "Bettlein" schlafen.
Ein Märchenklassiker.


27. 8.: „Ich will! Ich will! Die kleine Elfe hat viele Wünsche
(ab 3 Jahren)
Ein Bilderbuch über viel zu viele Wünsche und eine ganz große Freundschaft.

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Bürgerhaus Wilhelmsburg:
„Gedichte für Wichte“ -


PM. Die tollste Stunde der Woche für alle kleinen Leute unter 3 Jahren, die Spaß an Sprache, Reimen und ersten Liedern haben: Zu Hause singen, Fingerspiele spielen und Bilderbücher gucken macht Spaß – aber in der Gruppe, gemeinsam mit anderen Kindern und ihren Eltern, ist es noch netter.
Auch in den Sommerferien findet in Bürgerhaus das Angebot „Gedichte für Wichte“ statt, in Kooperation mit der Elternschule Wilhelmsburg und Buchstart Hamburg. Die Teilnahme ist kostenlos und der Einstieg ist jederzeit möglich -
immer donnerstags, 11 - 12 Uhr.



 

 

 

 



 

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Kooperation vereinbart

Die künftigen Stadtteilschulen und zwei berufsbildende Schulen der Elbinseln schließen eine Kooperationsvereinbarung.

PM. Viel Schul-Prominenz versammelte sich am 23. 6. im neuen Oberstufenhaus der Gesamtschule Kirchdorf: Die Schulleiter der künftigen Stadtteilschulen Bodo Giese (GSK), Jörg Kallmeyer (GSW) und Matthias Herpe (Stv., Stübenhofer Weg) sowie der Leiter der Gewerbeschule für Informations-, Elektro-, Chemie- und Automatisierungstechnik G18, Alfred Sietas, und der Abteilungsleiter Berufsorientierung der Staatlichen Schule für Gesundheitspflege W4, Stefan Kurbjuhn, kamen zusammen, um die „Kooperationsvereinbarung Elbinsel“ zu unterzeichnen.
Diesem Ereignis war ein längerer Diskussions- und Einigungsprozess vorausgegangen. Mit Gründung der neuen Stadtteilschulen zum nächsten Schuljahr sind diese mehr als bisher dafür verantwortlich, dass ihren Schülern der Übergang in die Berufsausbildung, das Studium oder die Erwerbstätigkeit gelingt. Die Stadtteilschulen sind darüber hinaus gehalten, sich dafür Partner zu suchen und geeignete Kooperationen einzugehen.

Auf der Elbinsel wurde jetzt der Grundstein für eine erfolgreiche Lösung dieser Aufgabe gelegt. Die Stadtteilschulen erhalten zukünftig Unterstützung im Bereich Berufsorientierung durch kompetente Fachlehrer aus den berufsbildenden
Schulen. In enger Zusammenarbeit wollen die Schulen ihre bisherigen Aktivitäten erweitern und zu einem gemeinsamen Konzept weiterentwickeln.

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Denken macht stark!

Mathe-Olympiade der 5. Klassen an der Gesamtschule Kirchdorf

PM. Am 18. Juni fand an der Gesamtschule Kirchdorf die traditionelle Siegerehrung der schulinternen „Mathe-Olympiade Jahrgang 5“ statt. Die Gewinner 2010 sind Berfin Baran (1.), Aleyna Celik (2.) und Abdullah Öckan (3. Platz). Sie überzeugten die Jury aus fünf SchülerInnen der 12. Klasse in der Vor- und Endrunde.
In der Feierstunde mit Schülern, Lehrern und Eltern des Jahrgangs erhielten die Gewinner eine Urkunde und ein Geschenk. Darüber hinaus wird der Name der Erstplatzierten auf dem Wanderpokal verewigt.

GSK-Sieger

 

Die SiegerInnen der Endrunde: Aylin
Celik, Befin Baran und Abdullah Öckan

(v.l.n.r.).

 

 


Foto: GSK

 

Mathematik– und Physiklehrer Stephan Gniech, Abteilungsleiter der Stufen 5-6, ist stolz auf seine Schützlinge, denn die Aufgaben verlangen weit mehr als bloßes Rechnen. „Die Kinder müssen sich bei jeder Aufgabe in spannende, komplizierte Sachverhalte einarbeiten. Neben dem Rechnen wird erwartet, dass sie diskutieren, argumentieren und begründen, wenn sie ihre Ergebnisse der Jury vorstellen“, betont Gniech. Das macht die Schüler fit für den Alltag und den späteren Beruf.
Doch nicht nur die Sieger profitieren von dem Wettbewerb. Das gemeinsame Knobeln in den Klassen, die gute Betreuung durch die Lehrer und nicht zuletzt die in Aussicht stehenden Preise motivieren die gesamte Jahrgangsstufe außerordentlich, sich mit Mathematik zu beschäftigen. Die acht Aufgaben, die es auf dem Weg zum Pokal zu lösen gilt, staffeln sich in der Schwierigkeit. So haben auch Neulinge eine Chance auf Erfolg.
Seit nunmehr 10 Jahren gibt es an der Gesamtschule Kirchdorf diesen Wettbewerb für alle vier Klassen des 5. Jahrgangs. Das Lehrerteam freut sich schon auf den nächsten Durchgang.

 

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„Ich schaue nun viel zuversichtlicher in die Zukunft“

21 Praktikanten des 9-Plus Programms erhielten Zertifikat bei Aurubis

MA. Der 16-jährige Yunus Demir hat es geschafft, und mit ihm 20 weitere Praktikanten des Programms 9-Plus, die am vergangenen Freitag in der Alten Schlosserei der Aurubis AG nach bestandener Prüfung ihr Zertifikat über ein erfolgreich absolviertes Praktikum erhielten.

Yunus DemirPraktikanten
Zehn der Jugendlichen hatten die Chance, sich bei der Aurubis AG, dem größten Kupferproduzenten Europas im Praktikum zu beweisen, die anderen Hauptschüler wurden in Betrieben wie Elektro Mittendorf, der Universität Hamburg, beim türkischen Restaurant „Pamukkale“, DB Schenker und der Aral-Tankstelle auf der Veddel für eine Berufsausbildung
fit gemacht. Von den 21 Praktikanten werden 80 Prozent einen Ausbildungsvertrag erhalten, acht von ihnen bei der Aurubis. Auch Yunus darf sich über den gelungenen Karrierestart freuen. Doch was ist das 9-Plus-Programm?

In seinem Referat, das sich in Form und Inhalt durchaus mit so manchem Vortrag eines Studenten messen kann, beschreibt Yunus, worum es geht:
„Das 9-Plus-Programm ist ein Kooperationsprojekt der Schule Slomanstieg und der Aurubis AG. Slomanstieg-Schüler mit Hauptschulabschluss können sich für ein Praktikumsjahr in verschiedenen Berufsfeldern wie zum Beispiel in der Metallarbeit bei dem Unternehmen bewerben. Ein Einstellungstest entscheidet, wer das Praktikum bekommt. Während des einjährigen Praktikums verdienen die Schüler 430 Euro im Monat und werden an drei Tagen im Betrieb ausgebildet,
an zwei Tagen müssen sie in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch die Schulbank drücken. Die Entwicklung der Schüler wird zur Praktikumshalbzeit mit einem weiteren Test festgestellt“.

Und die Jungs und Mädels haben sich entwickelt! An Präsentationsständen dokumentierten sie, was sie in dem Jahr gelernt hatten. Neben den Praktikanten zeigten auch 15 Schüler des Praxislerntages ihre Eindrücke. Sämtliche ausgestellten Arbeiten lassen erkennen, dass alle mit vollem Engagement dabei waren. Davon konnte sich auch Bildungssenatorin Christa Götsch (GAL) überzeugen. Sie hob hervor, dass viele Jugendliche erst im Betrieb den Sinn des Schulischen Lernens begreifen, „Aurubis hat hier hervorragende Pionierarbeit geleistet“, so die Senatorin.

Für die Konzernleitung ist das Projekt Chefsache. Wie der Vorstandsvorsitzende der Aurubis AG, Dr. Bernd Drouven, versicherte, werde sich das Unternehmen auch in Zukunft für Jugendliche engagieren. „Nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern können wir den Industriestandort Hamburg nachhaltig sichern“, betonte er. Ein Satz, der für viele Deutsche Manager ein Startschuss für ähnliche Projekte sein sollte.

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