18.Jahrgang,
Ausgabe 1
Jan. / Feb.
2012
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Kinder, Jugend, Bildung

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Kinder, Jugend, Bildung

Ein Kleingarten für die Schule Rahmwerder Straße
Pratikum im Hotel
Prof. Dr. Varain gestorben
Sternsinger bei der FF Kirchdorf
Das neue MEDIA DOCK: Zu einem Zentrum muss es noch werden
Hamburger Bildungspreis
Festekalender 2012
Bauwerk des Jahres 2010: Haus der Jugend Hamburg-Kirchdorf

 

Ein Kleingarten für die Schule Rahmwerder Straße

Scheckübergabe

 
Jetzt kann‘s losgehen mit dem Schulgarten!
Von links: Mirco Witthöft (Projektleitung Schule), Serpil Mersin (Jugendmarkt Haspa), Andreas Wenning (Haspa-Filialleiter Neuenfelder Straße), Dirk Sielmann (Geschäftsführer Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e. V.).

Foto: Schule
 


MG. Die Zweigstelle der Elbinselschule Wilhelmsburg in der Rahmwerder Str. 3 in Georgswerder hat einen Kleingarten in der benachbarten Kleingartenanlage (KGV 723) gepachtet. Die Böden in diesen Kleingärten werden saniert und im Frühjahr 2012 können die Schüler mit der Gestaltung beginnen.
Einer der Schwerpunkte in der Grundschulerziehung in einer sowohl „grün-geprägten“ Umgebung als auch in einem mit Altlasten (Kleingärten, Mülldeponie) behafteten Umfeld ist das Thema „Umwelt und Natur“ sowohl im Sachunterricht als auch in Neigungskursen am Nachmittag.
Helga Schors, die seit drei Jahren den Natur-und Umweltkurs leitet, erzählt dazu: „Hier können die Schülerinnen und Schüler, die meistens zu Hause keinen eigenen Garten haben, das Anpfl anzen, Pflegen und Ernten von Gemüse, Kräutern und Obst sowie das Anpflanzen von Ziergehölzen und Blumen lernen. Gleichzeitig werden auch Themen wie gesunde Ernährung, artgerechter Umgang und Schutz von Kleintieren behandelt. Bei der gemeinsamen Planung und Arbeit und im Rahmen der Gemeinschaftsarbeit des Kleingartenvereins wird das freundliche Miteinander eingeübt.“

Zu Anfang wird der Garten von etwa 150 Schülern genutzt, aber später wird auch eine Nutzung durch SchülerInnen des „Tor-zur-Welt-Zentrums“ erwartet.
Da die Kleingartenparzelle lediglich mit einer umlaufenden Hecke neu übergeben wird, müssen das Gartenhaus mit Möbeln, der Geräteschuppen, eine Gartenpforte, die Anpflanzungen und mehr finanziert werden. Da kommen an die 10.000 EUR Kosten zusammen. Erfreulicherweise ist jetzt ein ordentlicher Beitrag von 2.500 EUR der Peter-Mählmann- Stiftung der HASPA in den Topf geflossen. Die SchülerInnen und ihre LehrerInnen brauchen aber noch weitere Spenden für die Realisierung des Projektes.

Ansprechpartner: Mirco Witthöft, Standortleiter der Rahmwerder Straße, Tel. 75666830,
Mail: mirco.witthoeft@elbinselschule.de

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Pratikum im Hotel
Kooperation der Nelson-Mandela-Schule mit einem Hotel im Stadtteil Hohenfelde

Hotelrezeption
PM. Was macht eigentlich ein Housekeeper? Welche Berufe gibt es noch in einem Hotel? Worauf muss ich achten, wenn ich mich in einem Hotel bewerben möchte?
Diese und andere Fragen können sich die SchülerInnen der Nelson-Mandela-Schule zukünftig aus eigener Erfahrung beantworten. Die Schule hat mit dem „Crowne Plaza“-Hotels im Graumannsweg in Hamburg-Hohenfelde eine Kooperationsvereinbarung getroffen.
Ziel dieser Vereinbarung ist es unter anderem, SchülerInnen durch Praktika und Hotelführungen einen Einblick in das vielfältige Arbeitsleben eines Hotels zu ermöglichen. „Mit Sicherheit findet der eine oder andere auf diesem Weg seinen Traumberuf und beginnt eine Ausbildung als Hotelfachmann/-fachfrau oder als Koch/Köchin“, freuen sich die Kooperationspartner. Die Schule erweitert damit ihr Angebot an Praktikumsplätzen. Das Hotel hingegen sichert sich zukünftige Auszubildende, die den Beruf bereits kennen gelernt haben und deshalb interessiert und engagiert sind.

Initiiert wurde der Kontakt durch Karin Stöckigt von der Agentur für Wirtschaft und Schule Elbinseln (AWIS), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Schulen und Betriebe zusammen zu führen.

Kooperationspartner

 
Die frisch gebackenen KooperationspartnerInnen
von der Nelson-Mandela-Schule und dem Crowne-Plaza-Hotel mit der unterzeichneten Kooperationsvereinbarung.

Foto: C. Frömchen
 

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Prof. Dr. Varain gestorben
Ein Wohltäter verließ Wilhelmsburg

Prof. Dr. Heinz Josef Varain verstarb im Alter von 85 Jahren, kurz vor Weihnachten.
Der Professor für Politikwissenschaften lehrte bis 1988 an der Uni Gießen, im Juli 2000 zog er nach Hamburg Eimsbüttel. In Hamburg kaum angekommen las er von der sozialen Schieflage des Stadtteils Hamburg- Wilhelmsburg.

Er lernte das HdJ Wilhelmsburg kennen, besuchte es regelmäßig und unterstützte die dortige Arbeit nachhaltig. Er spendierte den Kids u. a. mobile Standboxbälle, diverse Boxhandschuhe, eine Mädchenreise nach Berlin, eine Parisfahrt, darüber hinaus unterstützte er die Märchentage (siehe links) und schaffte Sportgerät für die Psychomotorik
an. Der Professor half nicht nur finanziell, er sprach vor allem auch mit den Kindern und Jugendlichen, was ihm stets wichtig war. Er schwärmte bis zum Schluss von „den glücklichen Kinderaugen“, von Kindern, „denen ich ein wenig helfen konnte bei ihrem Weg in die Zukunft“.
„Selbst bin ich ein Konsummuffel“, sagte der Professor einmal. „Solange ich noch Geld für meine Zigarillos habe, gebe ich gern etwas ab und versuche einen Beitrag für Verbesserungen der Gesellschaft zu leisten“.
Varain war und ist mit Sicherheit ein Vorbild für uns alle. Ohne große Worte half er, sein Motto war stets: „Tu Gutes und rede nicht darüber!“ Die Wilhelmsburger Kinder und Jugendlichen und das HdJ Team sagen ein herzliches Dankeschön für ganz viele schöne und gemeinsame Jahre.
In Gießen richtete der Professor übrigens die Stiftung „Anstoß“ ein, die dort jährlich Geld für soziale Projekte zur Verfügung stellt.


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Sternsinger bei der FF Kirchdorf:

Die Sternsinger der Gemeinde St. Bonifatius & St. Maximilian Kolbe haben in diesem Jahr auch unsere Freiwillige Feuerwehr in Kirchdorf besucht, um Gottes Segen und Schutz für die Feuerwehrleute zu erbitten.
Die Sternsinger unterstützen in Nicaragua unter anderem Projekte, in denen Kinder sich für ihre Rechte einsetzen.
Sie werden „stark“ und selbstbewusst gemacht, um sich vor Übergriffen schützen zu können. Sie setzen sich auch dafür ein, dass Erwachsene und Politiker ihre Rechte schützen. Denn Armut und Gewalt sind massive Verletzungen der Kinderrechte, Gesundheitsversorgung und Bildung müssen selbstverständlich sein.

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Das neue MEDIA DOCK: Zu einem Zentrum muss es noch werden

Mediadock

hk. Der schöne Holzbau auf dem Schulhof an der Neuenfelder Straße ist ein Blickfang: das „Media Dock“. Ende September wurde es mit ganz großem Bahnhof eröffnet. Bildungssenator Ties Rabe stellte das Leitbild des Media-Docks so vor: „Es ist ein offenes Haus für den ganzen Stadtteil. Alle sollen mitmachen dürfen. So werden Theater, Musik, Fotos und Filme „made in Kirchdorf“ zum Markenzeichen.“

Der WIR machte mit der „Netzwerk-Managerin“ Beatrix Nimphy einen Rundgang durch das Haus. Auf drei Ebenen stehen vier große Räume mit Nebenräumen zur Verfügung, außerdem noch einige kleinere als Musiker-Übungsräume und als zukünftiges Film/Video-Studio. Die Räume haben eine technische Grundausrüstung mit Smartboard, Lautsprechern und kompletter Verkabelung. 140 Stühle sind im Werkunterricht in der Nelson-Mandela-Schule in Arbeit. Musikinstrumente, technische Geräte usw. müssen die zukünftigen Nutzer des Media Docks mitbringen.
Bisher nutzen vor allem die Nelson-Mandela-Schule und die Grundschule Prassekstraße die Räume - sie können sie als Fachräume natürlich auch gut gebrauchen.
Auf eine Ausschreibung des IBA-Innovationsfonds hin wurden jetzt die ersten vier Bewerber aus dem Stadtteil ausgesucht, ein Projekt im Media-Dock zu realisieren. Die Gewinnerprojekte erhalten neben ihrem Preis ein Startgeld von 2000 Euro von der IBA und sind nun dabei, Materialien, Geräte usw. zu besorgen. Anfang nächsten Jahres werden die Projekte dann beginnen. Beatrix Nimphy ist seit September für ein Jahr auf Honorarbasis die „Netzwerkmanagerin“ des Media-Docks. Sie unterstützt als einzige hauptamtliche Kraft die Koordinierungsgruppe aus Vertretern verschiedener Bildungseinrichtungen.
Sie ist für die Öffentlichkeitsarbeit und das Einwerben von Sponsorengeldern, aber auch für die Aufsicht über den Innenausbau und das Erstellen der Raumnutzungspläne zuständig. Aufgabe der Koordinierungsgruppe ist es, aus den allgemeinen Leitlinien nun ein Konzept zu entwickeln. Das soll gemeinsam mit den Nutzern in der täglichen Praxis geschehen. Die vier Projekte sind der erste Schritt. „Noch wird das Media Dock eher als schulisches Fachraumgebäude
gedacht“, sagt Beatrix Nimphy, „zu einem Zentrum müssen wir es noch machen.“ Dazu gehören auch ganz banale Fragen wie die der Raumorganisation. Viele Bildungseinrichtungen können ein Lied singen von den Problemen, wenn sich mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Instrumenten und Materialien Räume teilen müssen. Nötig für die Bewältigung des Alltags in dem offenen Haus für den ganzen Stadtteil wäre zumindest eine feste Stelle für einen „Center-Manager“. Bisher ist sie nicht vorgesehen.

IBA-Innovationspreis für medienpädagogische Projekte vergeben

PM. Mit 7.000 Euro erhält das Bürgerhaus Wilhelmsburg mit dem Netzwerk für Musik auf den Elbinseln für das Projekt “InselRauschen“ die höchste Fördersumme: Jugendliche werden angeleitet, eigenständige Podcasts und Internetradio zu produzieren und zu publizieren. Gegründet werden soll eine eigenständige Jugendredaktion für die Internetplattform „Inselbeat“.
6500 Euro erhält die „Kita-Elb-Kinder“ für das Projekt „Das Land Nelson Mandelas – Eine musikalische Reise nach Südafrika“, das in Kooperation mit den unmittelbaren Nachbarn des Media Docks durchgeführt werden soll.

Die „Gangway-Schule“ erhält 5.500 Euro für das Projekt „Farbenblind. In Anlehnung an das Stück „Andorra“ wird von verschiedenen Schülergruppen ein Theaterstück erarbeitet, wobei jede Schülergruppe einen bestimmten Aufgabenbereich übernimmt. Teile des Projekts sollen im Media Dock durchgeführt werden.

Die Bücherhalle erhält eine Förderung in Höhe von 1.000 Euro für das Projekt „Die Inselohren“. Schülergruppen und Kindergartengruppen haben in diesem Hörclub der Bücherhalle Zugang zu verschiedenen Hörspielen. Eigene Hörproduktionen werden im Media Dock mit der dort vorhandenen Technik produziert.

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Hamburger Bildungspreis

hk. Wenn man die zahllosen Preise, Titel und Zertifikate sieht, die die verschiedenen Firmen und Einrichtungen in den letzten Jahren an die Hamburger Schulen verteilen, fragt man sich: Wie kommt die Schulinspektion eigentlich zu dem Ergebnis, dass nur jede dritte Unterrichtsstunde in Hamburg „hohen Qualitätsansprüchen“ genügt?
Wie auch immer, im November wurden in Hamburg zum zweiten Mal zehn Schulen und Kindertagesstätten mit dem „Hamburger Bildungspreis“ ausgezeichnet. Die Haspa und das Hamburger Abendblatt haben diesen Preis (von je 10000 Euro) im letzten Jahr ausgelobt und prämieren damit ganz unterschiedliche „erfolgreiche Projekte mit einem besonderen pädagogischen Ansatz“.
So wurden in diesem Jahr unter anderem Alphabetisierungskonzepte, Forscherlabors, Sport- und Berufsvorbereitungsprojekte ausgezeichnet.

Unter den Preisträgern waren drei Wilhelmsburger Einrichtungen:
Die Kita-Elbinselkinder für ihr Sport- und Bewegungsprojekt,
die Schule Stübenhofer Weg für das „Azubi-Speed- Dating“ und
die Schule an der Burgweide für ihre Forscherwerkstatt.
Herzliche Glückwünsche auch vom WIR.

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Honigfabrik

 

 

 

 

 

 

 

Kinderkultur aus der Hofa:
Festekalender 2012

März

 
März
 



h.k. Und noch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Der Kinderkulturbereich der Honigfabrik hat wieder einen neuen interkulturellen Festekalender herausgebracht. Eine Woche lang hat sich eine Gruppe von zehn Kindern in den Sommerferien zusammengesetzt. Gemeinsam mit der Künstlerin Billie Bontjes van Beek und der Hofa-Praktikantin Gianna Baumann haben sie herausgesucht, welche Feste und Feiertage es auf der ganzen Welt gibt: Von den Hei- ligen-Drei-Königen am 6. Januar über das schwedische Krebsfest im August bis zum Halloween.

Juni

 
Juni
 



„Und die Kinder haben lange überlegt,“ sagt Gianna Baumann, „wie sie die Bilder zu den einzelnen Monaten mit Stiften, Tusche und Collagen am besten gestalten.“ Das sieht man den farbenfrohen und liebevoll ausgeführten Kalenderseiten an.
Und weil die Kinder natürlich viel mehr Ideen hatten, als das Jahr Monate hat, gibt es am Rand jeder Seite noch Verkleinerungen von ein oder zwei weiteren schönen Bildern. Am Ende des Kalenders finden sich noch drei Seiten mit nützlichen Erklärungen der weniger bekannten Feste.

September

 
September
 


Der Festekalender ist erhältlich in der Buchhandlung Lüdemann und in der Honigfabrik
(Kinder- Kultur, Tel.: 421039 – 20).
Er kostet 10 Euro.


Abbildungen oben: Liebevoll haben die Kinder jedes einzelne Kalenderblatt von Hand gestaltet.

 

 

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Bauwerk des Jahres 2010:
Haus der Jugend Hamburg-Kirchdorf

MG. Zum dritten Mal wurde seit 1979 auf Wilhelmsburg ein Gebäude zum Bauwerk des Jahres gekürt. Mit diesem Titel prämiert der Architekten- und Ingenieurverein Hamburg (AIV) Bauwerke, bei denen durch das Zusammenwirken von Architektur, Ingenieurleistung und Anspruch des Bauherren ein herausragendes Projekt geschaffen wird.
Vor dem Haus der Jugend Kirchdorf (HdJ) 2010 wurden im Jahre 1994 der Gewerbehof „Veringhof“ und im Jahre 1985 das Bürgerhaus gewählt.

Jugendzentrum

 
„Bauwerk des Jahres“: Das neue HdJ in der Krieterstraße.
Foto: MG.
 


Dem einen oder anderen mag z. Z. auf Wilhelmsburg zu viel Beton verbaut werden, aber bei dem HdJ ergibt dieser Baustoff Sinn. In der Laudatio zur Preisverleihung lobte der Hamburger Architekt Peter Olbert: „Das ist Wilhelmsburg ohne Blop und ohne Allüren, ohne Bug und ohne Welle. …Das ist konkrete Funktionskomposition aus Luft, Glas und Beton, gemacht für Volleyball, Handball, Fußball, Kicker, Billard oder einfach: Zum Abhängen. Ein gebautes Sportgerät und Freizeitinstrument.“
Das neue HdJ wurde 2005 von den Berliner Architekten Kersten und Kopp geplant.

 

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Bürgerhaus

Bürgerhaus Wilhelmsburg:

 

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