16.Jahrgang,
Ausgabe 8
Aug./ Sep.
2010
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Wann... in Wilhelmsburg ?

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Kultur

Künstler und Bürgerinitiative gründen den „Verein Künstlerhaus Georgswerder e.V.“
Sprung über die Elbe in beide Richtungen
Vernissage im Tunnel
Kunst Werk Wilhelmsburg e.V.
Herbst im Norden
Ein kleiner Rückblick auf Kunst von großen und von kleinen Leuten
 

 

Schulgebäude Rahmwerder Straße:

Künstler und Bürgerinitiative gründen den „Verein Künstlerhaus Georgswerder e.V.“

PM. Kreatives, beharrliches und konstruktives Bürgerengagement lohnt sich doch: Nach dem Schulstandort haben die engagierten Bürger, allen voran der Arbeitskreis Georgswerder, nun auch den historischen Schulaltbau von 1902/1903 vor dem Abbruch gerettet.

Schulgebaeude

 

 

 

 

 

Das historische, über 100 Jahre
alte Schulgebäude an der Rahmwerder
Straße

 

 

 

 

 

 


Foto. Verein Künstlerhaus

 

 

Unterstützung kam vom Verein Zukunft Elbinsel, von den Bezirkspolitikern, dem Denkmalschutzamt und sogar von Hamburgs Ehrenbürger Helmut Schmidt. Gegenwärtig läuft das Verfahren, das vom Abriss bedrohte Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.
Das in einer „Arbeitsgruppe Bildungshaus Rahmwerder“ erarbeitete Nutzungskonzept sieht ab 2013 ein komplettes Künstlerhaus vor. Da für die nächsten 2 ½ bis 3 Jahre noch Räumlichkeiten für schulische Zwecke benötigt werden, wird für diese Zeit vorerst nur die erste Etage als Atelierbereich für Künstler freigegeben. Der Arbeitskreis Georgswerder hat bei der Künstlerwahl ein Auswahlkriterium gesetzt: Die Ateliernutzer sollen bereit sein, sich auch für die Schule und den Stadtteil mit verschiedenen Angeboten zu engagieren.

Am 23. 6. 2010 hat sich nun der Verein „Künstlerhaus Georgswerder e.V.“ gegründet. In den Vorstand wurden die drei Künstler Michael Eicks (Fotograf), Gerhard Wollin (Fotograf) und Katrin Graalmann (Druckgrafikerin) gewählt. Nach der Eintragung ins Vereinsregister wird die Gemeinnützigkeit beantragt werden.
Bereits am 1. September beziehen die Künstler die 1. Etage. Eine Feier gemeinsam mit der Schule ist in Planung – das Highlight wäre es, wenn bis dahin das Gebäude bereits unter Denkmalschutz stehen würde!

 

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Sprung über die Elbe in beide Richtungen

PM. Gleich zwei Ausstellungen präsentiert die IBA im Kunstverein auf der Nordseite der Norderelbe. Die IBA WERKSCHAU und die Ausstellung CIDADE PARA TODOS laden dazu ein, mehr über die vielfältigen Vorhaben der IBA Hamburg zu erfahren und zugleich die 2009 in Brasilien gezeigten, vorbildhaften Projekte aus ganz Deutschland kennen zu lernen.
Die IBA WERKSCHAU stellt die Ergebnisse der bisherigen Wettbewerbe, Gutachterverfahren und Workshops sowie ausgewählte IBAProjekte vor. Gerade die Vielfalt der über 20 bisher durchgeführten IBAWettbewerbe wird anhand der einzelnen Pläne sehr anschaulich. 17 Modelle vermitteln auf ihre ganz eigene Art das Besondere der Projekte. Und mit einem „virtuellen Fernglas“ kann man schon im Kunstverein einen Blick Richtung Süden auf die Elbinseln (also uns) und die IBAProjektorte werfen, sozusagen als Anlauf für den Sprung über die Elbe“.

Der deutsche Beitrag CIDADE PARA TODOS. City for All - Ways to Vision, mit dem sich Deutschland an der 8. Internationalen Architekturbienale São Paulo 2009 beteiligte, wurde von der IBA Hamburg GmbH als Generalkommissarin kuratiert und ist nun auch für die deutsche Öffentlichkeit zu besuchen.
Im Gegenzug ist der Kunstverein Hamburg nach Wilhelmsburg auf die Schute hinter der Honigfabrik gesprungen.
Im Rahmen des Labors für Kunst und Stadtentwicklung untersucht er mit „Sidewalk Deli“ noch bis zum 11. Juli auf künstlerisch-diskursive Weise den öffentlichen Raum und thematisiert die Frage nach den Entstehungs– und Wirkungsweisen vo n Öffentlichkeit.

Ausstellungsorte:
Der Kunstverein, seit 1817, Klosterwall 23, 20095 Hamburg, Öffnungszeiten bis 23. 9. 10, Di - So 12 - 18 h.
Eintritt frei.

Schute von Maknete e. V.
(Am Veringkanal hinter der Honigfabrik), Industriestr. 125, 21107 Hamburg,
Termine und Zeiten im Überblick unter www.Kunstverein.de.
Die Veranstaltungen sind kostenlos.

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Vernissage im Tunnel

PM. Am 9. September wird Bezirksamtsleiter Markus Schreiber eine in Hamburg einzigartige Kunstausstellung eröffnen: Nach eineinhalbjähriger Arbeit präsentieren Arbeitslose ihre Kunstwerke im Veddeler Fußgängertunnel zwischen S-Bahnhof und Hafen. 32 Wandbilder sind entstanden, jeweils 1,25 x 1,80 m groß. Das Leitmotiv lautet „Natur und Hafen“, doch die Bilder haben ganz unterschiedliche, eigene, auch gegensätzliche Themen. Da ist ein Stück Natur im Einklang mit der Arbeitswelt der Hafenlandschaft zu sehen, gleich daneben der Blick auf die Ödnis einer industrialisierten, naturfeindlichen Wüste. Es wird gezeigt, wie sich der heimische Löwenzahn einen Weg durch dreckige Pflastersteine bahnt, an anderer Stelle spiegelt sich der mit dem Hafen und der Veddel eng verknüpfte Migrationsaspekt durch exotische Pflanzen wieder, die nach langer Reise auf einem Überseefrachter im Hamburger Hafen sesshaft geworden sind.
Die Künstler sind Teilnehmer des Projektes Walldesign. Dabei handelt es sich um eine Maßnahme, die seit 5 Jahren erfolgreich mit arbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen im kreativen Bereich arbeitet. Unter dem Motto „Hamburgs Wände bunter machen“ werden sie motiviert und qualifiziert, den öffentlichen Raum zu gestalten und zu verschönern. Das Projekt ist eine Arbeitsgelegenheit der KOM Gesellschaft für berufliche Kompetenz mbH. Neben der engen Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Mitte konnten viele Kooperationspartner und Sponsoren gewonnen werden: Hamburger Verkehrsverbund, Hamburger Port Authority, Hafenmuseum Hamburg, Museum der Arbeit, Botanischer Verein Hamburg, Hauptzollamt Hamburg-Hafen, Maritime Circle Line, EinzA Farben und Jugend in Arbeit.

Die Bildergalerie ist als Dauerausstellung konzipiert und gewinnt im Hinblick auf die igs 2013 auf der Veddel eine ganz besondere Bedeutung, und zwar nicht nur als Highlight für den Stadtteil. Den Projektteilnehmern selbst wird ins Bewusstsein gerufen, das eigene Kunstwerk einer erwarteten Anzahl von 2,5 Millionen Besuchern präsentieren zu können. Diese Erfolgserlebnisse schaffen zusätzlich zur im Projekt erworbenen farb-handwerklichen Qualifizierung neues Selbstbewusstsein.
Die Eröffnung der Wandbildgalerie findet am Nordausgang statt und beginnt am Do., 9. September, um 17 Uhr.

 

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Informationstreffen des

Kunst Werk Wilhelmsburg e.V.

PM. Seit etwa einem Jahr gibt es das “Kunst Werk Wilhelmsburg” als Arbeitskreis von Beschäftigten der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg, der Stiftung Berufliche Bildung und des Lotsen in Wilhelmsburg. Hervorgegangen ist es aus einem Workshop der IBA zum Thema “Kunst schafft Arbeit “ im Juni 2009.
Durch kreative Beschäftigung sollen Menschen, die seit längerem arbeitslos sind, motiviert und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden. Mit dieser Zielsetzung hat sich in der Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg eine “Malgruppe” gebildet, die unter Anleitung einer Kunstpädagogin Bilder und Ornamente malt. Und in der Metallwerkstatt der Stiftung berufliche Bildung (SBB) werden aus Fahrradschrott interessante Skulpturen gefertigt. Außerdem hat sich
auch eine Gruppe von Betreuten des Lotsen angeschlossen: Als “Geschmackskunst” wird hier Marmelade gekocht und auf dem Wochenmarkt in Wilhelmsburg angeboten.

Während sich bisher das Angebot kreativer Beschäftigung fast ausschließlich an Beschäftigte der beiden Träger AIW und SBB und die Betreuten des Lotsen richteten, sollen sich jetzt die Kunstgruppen allen in Wilhelmsburg öffnen, die es als Arbeitslose oder aus anderen Gründen schwer haben, in unserer Gesellschaft Anerkennung zu finden.

Künstlerische Kenntnisse oder Fähigkeiten werden nicht vorausgesetzt. Willkommen ist jeder, der in Gemeinschaft mit anderen seine eigene Kreativität im Umgang mit Farben und Material entdecken will. Jeder Mensch ist kreativ !
Interessierte sind zu einem offenen Informationstreffen eingeladen, auf dem die Angebote vorgestellt werden sollen.

Wann? Mi, 25.8., 15.30 h
Wo? Elbinseltreff, Fährstraße 51 a

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„Wenn de Blädder sick bruun farvt …“

Herbst im Norden

Plattdeutsche und hochdeutsche Gedichte, Liedtexte und Kurzgeschichten zur schönsten Jahreszeit wischen den Meeren.

PM. „Spätsommer und Herbst, das ist eine wunderbare Zeit. Die Farben und Gerüche und die kleinen Altweiberschleier in der Luft - ich mag das sehr“, sagt unsere freie Museumsmitarbeiterin Sigrun Clausen. Ebenso mag sie „Gedichte und kurze Texte, wie sie mit wenigen Worten sinnliche Eindrücke und Emotionen entstehen lassen“. Deshalb freut sie sich nun besonders darauf, am Sonntag, 19. September, ihre Leidenschaft für Lyrik und den Herbst in einer Lesung mit Zuhörerinnen und Zuhörern im Museum teilen zu können.

Tatsächlich haben viele Autorinnen und Autoren, insbesondere die lyrisch Veranlagten, im Herbst Inspiration gefunden. Gerade für die norddeutsche Dichtung, die gern zwischen Melancholie, Naturerlebnis und echter ländlicher Dramatik spielt, ist der Herbst eine fruchtbare Jahreszeit. Neben bekannten Texten von Autoren wie Theodor Storm oder Hermann Löns gibt es auch manch unbekannten Schatz in platt- und hochdeutscher Sprache zu heben.
„Ich freue mich auf einen gemütlichen Nachmittag. Ich stelle mir vor, dass wir im Angesicht der ersten Herbsttage zusammenrücken und uns an schönen Worten wärmen, ganz in Ruhe und hemmungslos melancholisch“, so Vorleserin Sigrun Clausen. Vielleicht ein bisschen so, wie wir uns gern die ländliche Familie vor 200 Jahren am Ofen in unserer Bauernstube vorstellen - Kaffeeduft, jemand liest Erbauliches vor, man plaudert und stimmt das eine oder andere Lied an … Gern können zur Lesung eigene herbstliche Gedicht- und Liedfunde mitgebracht werden!

Wann? Sonntag, 19. September, 17.30 h
Wo? Museum Elbinsel Wilhelmsburg, Kirchdorfer Straße 163
Eintritt: 5 EUR

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DOCKVILLE:
Ein kleiner Rückblick auf Kunst von großen und von kleinen Leuten

Kunst im Gelände

 

at. Die Kunst-Aktivitäten - oben eine der Installationen - und LÜTTVILLE sind fester Bestandteil des Gesamtfestivals, das am Wochenende 13. bis 15. August seinen Höhepunkt findet.

Workshop

 

Über 100 Kinder aus Wilhelmsburg, aber auch aus Stadtteilen nördlich der Elbe haben wieder an den 13 Workshops teilgenommen, die im Rahmen von LÜTTVILLE angeboten wurden. Dabei ist durchaus erwünscht, dass die Kinder auch jeweils in andere Workshops, für die sie sich eigentlich nicht angemeldet haben, reingucken. Sie können alles ausprobieren. Dieses kostenlose Angebot ist nur möglich dank mehrerer Sponsoren und Kooperationspartner.

Bei dem Abschlussfest am 7. August zeigten die Kinder, was sie in der Woche gelernt hatten.

Kinder

 

Fotos: WIR

 

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