23. Jahrgang,
Ausgabe 3

Mär. / Apr.
2017
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Gipsy-Ensembles von nah und fern
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Liebe Leserinnen und Leser!
Stand der Dinge in Sachen A26-Ost
Spendenaufruf - WIR - Beitrittserklärung
Erscheinungstermine des Wilhelmsburger InselRundblicks 2017

 

Gipsy-Ensembles von nah und fern
9. Elbinsel-Gipsy-Festival im Bürgerhaus Wilhelmsburg

Cafe Royal

Das Café Royal Salonorchester eröffnet das Festival.
Foto: Uwe Wichmann

PM. Gemeinsam mit dem Bürgerhaus Wilhelmsburg lädt der Landesverein der Sinti in Hamburg zum 9. Elbinsel-Gipsy-Festival auf die Elbinseln. Ein Festival, das Austausch, (inter-)kulturelle Bildung und Musikgenuss vereint. Das Herzstück des zweitägigen Festivals ist die Musik: Es präsentieren sich Gipsy Ensembles von nah und fern, umrahmt von aktuellen Ausstellungen und Gesprächen mit Zeitzeugen zu Geschichte und Kultur der Sinti.
„Das Café Royal Salonorchester erfreut seit mehr als 10 Jahren mit seiner mitreißenden, die Seele und das Herz berührenden, virtuos vorgetragenen Musik seine Anhänger in ganz Deutschland. Von Anbeginn entwickelte das Orchester einen eigenständigen, unverwechselbaren Klang, der über die Jahre mehr und mehr zu seinem Markenzeichen wurde. Augenblicklich erarbeitet sich das Ensemble ein neues Repertoire und bereitet die Produktion seiner dritten CD vor. Dabei mischen sich traditionelle Musik der Sinti mit klassischen und modernen Einflüssen sowie Eigenkompositionen.“

Traditionell wird das Gipsy Festival musikalisch durch das Café Royal Salonorchester eröffnet. In diesem Jahr bestreitet dieses sein abendfüllendes Programm gemeinsam mit dem renommierten Jazz-Gitarristen Patrick Pagels. Mit enthusiastischen bis zarten Klängen und Farben auf Violine, Akkordeon, Bass und Saxophon spielen die Lokal-Matadore ein Best Of Programm aus Swing, Czardas, Musette, Kaffeehausmusik und den alten Weisen der Sinti. Freuen Sie sich auf einen Abend virtuos improvisierter Musik. „Fast bei jedem Konzert gibt es Leute, die weinen“, sagt Gitarrist Clemens. „Ich glaube, sie lassen ihr ganzes Leben Revue passieren.“
Vor 25 Jahren zogen die Sinti in die Siedlung Georgswerder Ring. Neben der Ausstellung über die Geschichte der Siedlung zeigen wir den Film »Frau Roggenschaubs Reise«, eine Geschichte von Vorurteilen und Begegnung. Neben Hannelore Hoger und Michaela May spielen viele Mitglieder der Familie Weiß aus dem »Ring« mit, der für die Produktion originalgetreu nachgebaut wurde.

Roggenschaub

Eine Szene aus dem Film „Frau Roggenschaubs Reise“.
Foto: ufa-fi ction

Mit „Groovin High“ stellen sich der junge Augsburger Star-Geiger Sandro Roy und der junge Jazz-Akkordeonist Hugo Richter mit einem beachtlichen Programm vor, das sich – der Titel deutet es an – aus geballter Power an Groove, Virtuosität und Melancholie - zu einer einzigartigen Mischung zusammenfindet. Der Großteil der Stücke gehört der Symbiose und Verschmelzung aus Violinen- und Akkordeonklängen. Sie vereinen den europäischem Gipsyswing und amerikanischen Jazz. Der Geiger Sandro Roy wurde 1994 als jüngstes Mitglied einer Musikfamilie geboren. Mit 13 Jahren wurde er Bundespreisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Seitdem gewann er mehrere Preise, wie 2015 den Jazzförderpreis der renommierten Münchner Konzertgesellschaft.

Sandro Roy

Die Sandro Roy/Hugo Richter Group mit Violine und Akkordeon.
Foto: G. Roithner

Der Jazz-Akkordeonist Hugo Richter wurde 1989 in einer Musikfamilie geboren. Er gewann dreimal in Folge bei „Jugend jazzt
NRW“ und wurde 2014 mit dem DEW21 Förderpreis „als bester Solist“ ausgezeichnet. Les Hommes du Swing gründeten sich Ende 2015 in Hamburg und verfolgen seitdem in ihrer Musik den legendären Gipsy-Swing Django Reinhardts. Die Brüder Jeffrey und Roberto sind Teil der großen Musikfamilie Weiß. Sie spielen seit ihrer Kindheit zusammen und manifestieren in der Gruppe die traditionelle Spielweise des Sinti-Jazz oder „Jazz Manouche“. Kennzeichnend hierfür ist die charakteristische Rhythmik, Spielfreude, hohe Virtuosität, Dynamik und Improvisationslust.
Die enge Verbindung beider Brüder ist in ihrem hervorragenden Zusammenspiel hörbar. Der Geiger Jordan Rodin, zugleich Bratschist der Hamburger Sinfoniker, fügt mit seinem klassisch ausgebildetem Spiel der Band eine interessante Farbgebung hinzu, wobei der Einfluss der Legende, Stéphane Grappelli, nicht zu überhören ist. Bassist des Quartetts ist Axel Burkhardt, eine bekannte Größe der Jazzszene in und um Hamburg, der mit seinem rhythmisch-pulsierenden Spiel die stabile Basis bildet. Allen gemein ist die Liebe zu Django Reinhardt und Stéphane Grappelli, die 1934 das „Quntette du Hot Club de France“ gründeten und damit dem europäischen Jazz eine eigene Identität verliehen.

Les hommes

Les Hommes du Swing.
Foto: G. Weiss

 

Das Programm:

Freitag, 7. April
19.30 Uhr: Eröffnung mit Café Royal Salonorchester und special guests

Sonnabend, 8. April
17.30 Uhr: Ausstellung und Film „Frau Roggenschaubs Reise“

20 Uhr:
Sandro Roy und Hugo Richter Group

22 Uhr: Les Hommes du Swing

Festivalpreise Tagestickets:
Freitag 18 Euro, Sonnabend 18 Euro (ermäßigt 15 Euro)
Bürgerhaus Wilhelmsburg, Mengestraße 20
, www.buewi.de

 


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Unser Last-Minute-Tipp ...

Freitag, 17.3.

11 bis 14 h, BallinStadt, Veddeler Bogen:
St. Patrick’s Day
anlässlich des irischen Feiertages. Kostenloser Vortrag zur irischen Auswanderung und der Geschichte. Es erwartet Sie ein traditioneller Irish Stew (Eintopfgericht) im Museumsrestaurant und eine kleine Überraschung an der Kasse.
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

18 h, Gemeindehaus St. Raphael, Jungnickelstraße 21: Der Kulturtreff der Stadtteildiakonie Elbinseln
lädt zu einem Krimi-Dinner ein. Aus dem Buch „Mord zwischen Messer und Gabel“ wurden drei spannende Kurzkrimis ausgesucht. Passend zu den „Mordwerkzeugen“ gibt es in den Pausen die leckeren Speisen, allerdings an diesem Abend in bekömmlicher Form. Mit einer Stärkung gelingt es dann vielleicht, den Mörder dingfest zu machen.
Eintritt frei. Spenden willkommen.
Karten: 040 28 57 41 18.

20 h, Atelierhaus23: Noise mit David Wallraf und Helge Meyer,
Lesung von Karl Heinz Dellwo ( „Wenn die Toten erwachen - Die Riots in England 2011“ von Slavoj Zizek) und einer Diskussion zur Dialektik der Befreiung.
Eintritt: 5 Euro.

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Liebe Leserinnen und Leser,

In der letzten Woche wurde kurzfristig zu einer Protestdemonstration aufgerufen. Zu einer Veranstaltung des türkischen Außenministers in Wilhelmsburg, die dann bekanntlich verlegt wurde. Auch die WIR-Redaktion wollte zu dieser Demo gehen aus Solidarität mit Deniz Yücel. Seit der Verhaftung des WELT-Journalisten Deniz Yücel vor vier Wochen sind die staatlichen Angriffe auf die Pressefreiheit in der Türkei auch in einer breiteren Öffentlichkeit ein Thema. Nach Angaben von Amnesty International sitzen in der Türkei zur Zeit über 130 Journalisten in Haft, viele von ihnen ohne konkrete Anklage.
Nach Angaben von „Reporter ohne Grenzen“ wurden seit Beginn des Ausnahmezustands 150 Medien geschlossen und 775 Presseausweise annulliert.
Die Meinung frei zu äußern und die Herrschenden zu kritisieren, als Bürger auf der Straße oder als Zeitungschreiber, ohne Angst dafür drangsaliert oder eingesperrt zu werden, nehmen wir als selbstverständlich in Anspruch – auch wenn es im WIR „nur“ um die A26 geht. Dass es nicht selbstverständlich ist, zeigen die zunehmenden populistischen Diffamierungen der freien Presse, die staatlichen Repressalien gegen die Medien in verschiedenen europäischen Ländern und die Verhaftungen von Journalisten in der Türkei. Deshalb geht der Fall Deniz Yücel auch uns etwas an. Und deshalb ist auch die oft beschworene lebendige Diskussionskultur auf den Elbinseln nicht hoch genug einzuschätzen.

Ihre Redaktion


 

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Eine Autobahn durch den Süden der Insel?!
Stand der Dinge in Sachen A26-Ost

sic. Die geplante Autobahn ist im Bundestag verabschiedet. Das Bürgerhaus Wilhelmsburg leitet bereits ein von der DEGES und der Politik gesteuertes Bürgerbeteiligungsverfahren ein - für die Planer aus Politik und Wirtschaft steht somit fest: Die Autobahn kommt. Schon im Vorfeld des Planfeststellungsbeschlusses wird ein als unumkehrbar erscheinender Prozess in Gang gesetzt, die Menschen werden vor angeblich vollendete Tatsachen gestellt.
Gleichzeitig ringen Bewohnerinitiativen, einzelne Politiker, Verkehrsfachleute und Umweltschutzverbände um sinnvolle Alternativen und setzen sich für Aufklärung, Information und ergebnisoffene Debatten auf Augenhöhe zwischen DEGES/Politik und Bürgern ein.

Autobahn Kirchdorf

Abb.: DEGES, Bearbeitung: sic

sic. Seit Ausgabe 7/2016 haben wir im Inselrundblick regelmäßig über die geplante A26-Ost berichtet. Mit textlichen Beschreibungen, Skizzen und Karten haben wir versucht, das Projekt und Alternativvorschläge darzustellen. In dieser Ausgabe nutzen wir eine Zeichnung der DEGES („Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH“), um noch einmal den Straßenverlauf über das südliche Wilhelmsburg zu zeigen. Die Abbildung der DEGES hebt sehr schön die Straßenbauwerke hervor und bezeichnet die unterschiedlichen Autobahnanschlussstellen („Abzweig“, „AS“ = Anschlussstelle, „AD“ = Autobahndreieck). Die Wohngebiete und Naturflächen verblassen dagegen namenlos im Hintergrund - als lebten im Süden der Insel keine Menschen, als gäbe es kein Grünland, nicht Tier noch Pflanze. (Dies ist übrigens auf der Originalabbildung noch extremer, da die Straßen farbig über die blassgraue Skizze gelegt werden.) Daher haben wir die autobahnbenachbarten Gebiete in den Kringeln dazugesetzt, nicht millimetergenau, aber zur ungefähren Kennzeichnung.



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Erscheinungsdaten des Wilhelmsburger InselRundblicks im Jahr 2017
(Änderungen vorbehalten)

Ausgabe
Redaktionsschluß
Erscheinungstag
1
16. Januar
19. Januar
2
13. Februar
16. Februar
3
13. März
16. März
4
8. April
12. April
5
8. Mai
11. Mai
6
12. Juni
15. Juni
7
10. Juli
13. Juli
8
14. August
17. August
9
11. September
14. September
10
16. Oktober
19. Oktober
11
13. November
16. November
12
11. Dezember
14. Dezember


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