26. Jahrgang,
Ausgabe 3

März / Apr.
2020
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Süd-Kurier

Verschiedenes

Wann... in Wilhelmsburg ?

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Verschiedenes

Solawi Wilhelmsburg nimmt neue Mitglieder auf
Dauerbaustelle Kreetsand – 20 Jahre sind ja nix!
Gedenken an die Opfer der verheerenden Sturmflut 1962
Ist sie die älteste Wilhelmsburgerin?
WIR Relaunch
Müssen Arbeitgeber- *innen Überstunden bezahlen?
Heimwegtelefon
Mit Schwung im Neuen Jahr!

 

Solawi Wilhelmsburg nimmt neue Mitglieder auf

Solawi

Auch Kürbisse gehören zur Ernte.
Foto: PR Solawi

Sonja Ewald. Wer regionales Bio-Gemüse frisch vom Feld essen und Teil einer solidarischen Gemeinschaft werden möchte, kann für das Gemüsejahr 2020/21 noch Mitglied bei der Solawi Superschmelz e.V. werden. Alle Mitglieder erhalten ca. ab Mai 2020 bis Ende März 2021 wöchentlich ihren Ernteanteil.
Anmelden geht einfach online: https://solawi-superschmelz.de/.
In einer Solidarischen Landwirtschaft tragen viele Menschen gemeinsam die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs und damit auch einen Teil des finanziellen Risikos. Im Gegenzug teilen sie sich ein Jahr lang wöchentlich die geernteten Lebensmittel. Geerntet wird immer genau das, was gerade Saison hat, egal ob groß, klein oder krumm. Regelmäßig werden Mitmachaktionen veranstaltet und Acker-News verschickt. Die Solawi Superschmelz hat Mitglieder im Hamburger Süden, in der Nordheide und Buxtehude und kann 700 Menschen mit Gemüse versorgen. Außerdem werden Huhnpatenschaften, Biofleischkisten vom Partnerbetrieb auf dem Hof Quellen (www.biohof-quellen.de) und weitere regionale Produkte vermittelt. In Wilhelmsburg gibt es derzeit zwei Abholstellen: Bei 'Minitopia' und in einer Garage im Reiherstiegviertel.

Auf dem Biohof Quellen bei Wistedt bewirtschaften die Gärtner*innen der Solawi Superschmelz 4,5 Hektar Acker und zwei Gewächshäuser. Angebaut werden rund 60 verschiedene Gemüsesorten, von Klassikern wie Kopfsalat, Tomaten, Kürbis, Kartoffeln und Spinat bis zu unbekannteren Sorten wie Postelein, Palmkohl und gelber Bete. Geliefert wird das Gemüse direkt am Erntetag unverpackt in großen Kisten. Alles, was genießbar ist, wird verteilt. So leistet die Solawi einen Beitrag, Plastikmüll und Lebensmittelverschwendung zu verringern. Angebaut wird konsequent ökologisch, ohne Pestizide, Kunstdünger und Chemie. Gedüngt wird mit dem hofeigenen Mist, für Bienen gibt es einen Blühstreifen und verschiedene Fruchtfolgen schonen die Böden.

 


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Dauerbaustelle Kreetsand – 20 Jahre sind ja nix!
Exkursion ins Rückdeichungsgebiet am 25. April 2020

Kreetsand

Das Rückdeichungsgebiet Kreetsand an der Norderelbe
im Osten der Insel Wilhelmsburg.

Abb.: ein

MG. Gemeinsam mit "Neuntöter e. V., Verein für Forschung und Vielfalt", bietet der "Wilhelmsburger InselRundblick" (WIR) einen Spaziergang im Rückdeichungsgebiet Kreetsand an.
Die Planungen für den Rückbau begannen bereits 1997. 1999 wurde der neue Deich um das Spülfeld Kreetsand zurückverlegt. 2004 wurde der alte Kreetsander Hauptdeich zurückgebaut. Im Jahre 2008 wurde dann die geplante Umgestaltung des Spülfeldes zu einem tidebeeinflussten Flachwassergebiet vorgestellt. 2012 begann die Hamburg Port Autority (HPA) mit der Bautätigkeit, die eigentlich 2015 abgeschlossen sein sollte. Im Laufe der Zeit wurde die 47 Hektar große Fläche zweimal als Ausgleichsmaßnahme für Naturvernichtung an anderen Orten ausgewiesen.
Nun möchten WIR auf dem Spaziergang gern erkunden, wie weit die Baumaßnahmen sind und wie sich die Natur die Fläche bereits zurück erobert hat: Was wurde umgesetzt und wenn nicht, warum nicht? Andreas Zours von Neuntöter e. V. zeigt uns auch die Vögel, die sich bereits angesiedelt haben.

25. April 2020, 11 Uhr:
Exkursion zum Rückdeichungsprojekt Kreetsand mit Andreas Zours, Neuntöter e. V.
Treffpunkt: Bushaltestelle Goetjensorter Deich (Linie 351)/ Ecke Kreetsander Hauptdeich
Ausrüstung empfohlen: Fernglas, festes Schuhwerk, Regenzeug (Aprilwetter)
Anmeldung unter: info@neuntoeter-ev.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 15 Personen!

 

 

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Gedenken an die Opfer der verheerenden Sturmflut 1962
Auch heute müssen sich die Bewohner*innen der Insel der Gefahr einer Sturmflut bewusst sein

Flutgedenkfeier

In jedem Jahr bei der Flutgedenkfeier dabei:
die Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg.

Foto: MG

MG. „1962 war der Sturm noch viel schlimmer!“, erzählte ein Teilnehmer der Gedenkfeier an die Flutkatastrophe in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962. Dabei gab es auch am 16. Februar 2020 am Flutdenkmal in der Kirchdorfer Straße so starke Sturmböen, dass mancher Blick besorgt die Bäume über der Veranstaltung beobachtete.
Es war so windig, dass man teilweise die Rede von Michael Weinreich, MdHB und Vorsitzender des Regionalausschusses Veddel/Wilhelmsburg, nicht verstehen konnte und er die Rede abkürzte. Er gedachte der über 200 Wilhelmsburgerinnen und Wilhelmsburger, die in jener Nacht 1962 in den Fluten ums Leben kamen und verlas stellvertretend für alle Hamburgerinnen und Hamburger die Namen von 21 Ertrunkenen.
Michael Weinreich dankte allen Helfer*innen, den Deichgeschworenen, der Deichwacht, dem Technischen Hilfswerk und den Feuerwehren für ihre hohe Einsatzbereitschaft. Mit einem Gebet, zu dem Pastor Haye Osterwald aufrief, und einer Schweigeminute endete die Feier zum Gedenken an die Toten.

Warum wird gegen die Deichruhe verstoßen?

MG. Auch heutzutage müssen sich die Wilhelmsburger*innen der Gefahr einer Sturmflut auf Wilhelmsburg bewusst sein. Immer wieder verstoßen die Behörden gegen die Deichruhe, die vom 15. September bis zum 31. März gilt. So wurde die aktuelle Deicherhöhung am Klütjenfelder Deich erst im November fertiggestellt und bei der Ernst-August-Schleuse wurden am Deichfuß Ende Februar Bäume gefällt. Wenn die Durchwurzelung des Deiches ein Sicherheitsrisiko ist, warum konnten die Bäume dann so groß werden und wurden nicht bereits als junge Schößlinge entfernt?

 

 

 

 

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Ist sie die älteste Wilhelmsburgerin?
Erika Zachau wurde im Januar 106 Jahre alt

Erika Zachau

Erika Zachau, 106, erfreut sich bester Gesundheit. Sie nimmt rege am aktuellen Tagesgeschehen teil und bekommt viel Besuch von ihren
zwei Töchtern und ihrem Enkel. Den InselRundblick liest sie gern und
regelmäßig. WIR wünschen ihr weiterhin alles Gute!

Foto: MG

MG. Mehr als 60 Jahre, seit Anfang der 50er des vorigen Jahrhunderts, lebte Erika Zachau in Wilhelmsburg, Auf der Höhe, in einer Wohnung der Eisenbahner-Baugenossenschaft Norden. Nach einem Krankenhausaufenthalt vor sechs Jahren wollte sie aber lieber betreut leben. Ihre Tochter Renate hat ihr dann ein sehr schönes Zimmer im Seniorenheim ausgesucht.
Erika Zachau wollte nicht auf Häuser schauen und so geht ihr Blick nun nach Osten, wo sie den Bau der neuen Wilhelmsburger Reichsstraße beobachten konnte. Wenn die Hamburg Towers in der nahen Basketballhalle spielen, ist ordentlich was los auf dem Parkplatz unterhalb ihres Fensters. Geboren ist Erika Zachau am 10. Januar 1914 in Kiel. Als junge Frau arbeitete sie in einem Haushalt mit Kindern. In Kiel lernte sie auch ihren Mann Kurt aus Hamburg kennen, der dort seinen Bruder besuchte, den Mann von Erikas Schwester. Die beiden Brüder kamen ursprünglich aus Ostpreußen. Erika und Kurt haben 1936 geheiratet. Kurt war bei der Eisenbahn in Hamburg beim Bahnbetriebswerk beschäftigt. Später fuhr er als Lokführer.
Zuerst wohnten sie in Hamburg bei den Schwiegereltern. Als Erika ihrem Mann drohte: „Wenn du nicht bald dafür sorgst, dass wir eine Wohnung kriegen, kannst du mich in Kiel besuchen!“, hat Kurt sich intensiv gekümmert und sie bekamen eine Bahnwohnung in der Jungnickelstraße.
Als dann Auf der Höhe eine Wohnung frei wurde, zogen sie Anfang der 50er Jahre dorthin. Zu den Wohnungen gehörte jeweils ein kleiner Garten. In ihrem Garten frönte Kurt seinem Hobby Brieftauben. Dort hatte er einen Taubenschlag mit einer Treppe.
In der Nachbarschaft lebte Jutta Hennenberger, die mit ihrer Familie zu den Großeltern gezogen war, als sie fünf Jahre alt war. Aus den Begegnungen entstand eine Freundschaft, die bis heute hält.
Jutta Hennenberger berichtet: „Meine wöchentlichen Besuche bei Erika bereichern ihr Leben und meins. Sie kann so viele Geschichten von früher erzählen. Es macht mir Spaß, ihr zuzuhören.“ Geschichten aus dem Krieg, als Erika mit zwei kleinen Kindern in den Bunker lief. Oder das wöchentliche Wannenbad in der Badeanstalt für Eisenbahner hinter der Raphaelkirche. Oder wie sie während der Flut 1962 den Helfern eine Dose mit Futter für die Tauben mitgegeben haben.
Erika Zachaus Mann Kurt ist 1961 durch einen Unfall gestorben. Ihre Töchter Helga (82) und Renate (77) und der Enkelsohn Oliver besuchen sie regelmäßig und kümmern sich liebevoll um sie.
Für die Wege in den Speisesaal benutzt Erika Zachau einen Rollator. Damit kann sie dann auch die Tageszeitungen, die sie regelmäßig liest, transportieren. Auch den Wilhelmsburger InselRundblick nimmt sie immer mit. Aber wenn er durchgelesen ist, kommt er in den Papiermüll: „Ordnung muss sein“, findet Erika Zachau.

 

 

 



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WIR Relaunch
Überlegungen zum nächsten WIR-Jubiläum

WIR Titelblatt

Titelblatt

hk. Beim WIR-Jubiläum im letzten November haben wir auf „die nächsten 5 Jahre“ angestoßen – wie man das so macht. Und wir haben auch gesagt, was bis dahin auf der Elbinsel (und der Welt) alles passiert sei, und was in fünf Jahren mit dem Wilhelmsburger Inselrundblick sei, könne natürlich keiner genau sagen. Dass die Zukunft für die „Holz“-Zeitungen düster aussieht, ist kein Geheimnis.
Die tägliche Hamburg-Ausgabe der WELT wurde Ende des Jahres eingestellt. Die Papierausgabe der taz wird ab 2022 nur noch wöchentlich erscheinen. Die gute alte Hamburger Mopo stand kurz vor dem Aus. In letzter Minute wurde ein Käufer gefunden. Hamburger Politiker und die Gewerkschaft warnen vor dieser Entwicklung: Es sei für die Beschäftigten aber auch für die Meinungsbildung eine Katastrophe, wenn der Lokaljournalismus immer weiter ausgedünnt werde. Da haben sie Recht.-
Wenn die „Großen“ verschwinden, werden die ganz kleinen unabhängigen Lokalzeitungen wie der WIR noch wichtiger. Aber das ist leider keine Bestandsgarantie. Also müssen wir auch in den kommenden fünf Jahren wohl weiter um die Finanzierung der Zeitung kämpfen und uns auch darum kümmern, wie es mit unserem Internet-Auftritt weitergeht und wie der „Holz-WIR“ auch in Lay-Out und Erscheinungsbild auf der Höhe der Zeit bleibt.
Vor gut acht Jahren gab es das letzte „Relaunch“ – die graphische Neugestaltung des Layouts und der Titelseite des WIR. Einer unserer Austräger hat uns schon mal etwas Dampf gemacht und ein paar Vorschläge geschickt, wie eine verjüngte WIR-Titelseite in fünf Jahren aussehen könnte. Zwei Entwürfe sehen Sie hier. (Weitere Entwürfe siehe unten).

Typ 3

Typ 4

Typ 5

 

 

 

 

 

 

 


 

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§ § § Die Kolumne der Expertinnen § § §

Müssen Arbeitgeber- *innen Überstunden bezahlen?

Eggers

Guter Rat von Fachanwältin für Arbeitsrecht Birgit Eggers.
Foto: J. Schierenbek

Fachanwältin für Arbeitsrecht Birgit Eggers. Wer viel arbeitet sollte auch viel verdienen. Überstunden machen zu müssen, muss sich lohnen. Aber müssen Arbeitgeber diese immer bezahlen?
Arbeitgeber*innen sind zur Vergütung von Überstunden verpflichtet, wenn sie die Mehrarbeit auch angeordnet haben. Allein längere Anwesenheit am Arbeitsplatz begründet keine weitere Vergütung.
Achtung: Werden keine Überstunden angeordnet, wünscht der Arbeitgeber aber kurz vor Arbeitsende, dass eine Aufgabe noch erledigt werden soll, ist das als Überstundenanordnung zu verstehen.
Die Vergütung von Überstunden kann auf unterschiedliche Art erfolgen: So kann der Arbeitsvertrag z. B. einen bestimmten Stundensatz für die Mehrarbeit enthalten oder einen bestimmten Überstundenrahmen, der mit dem normalen Gehalt abgedeckt ist. Auch der Freizeitausgleich ist eine Möglichkeit Mehrarbeit abzugelten.
Führungskräfte hingegen haben meist keinen weiteren Anspruch. Ihre Überstunden sind meist im Rahmen ihres regulären Gehalts über eine wirksame Überstundenvereinbarung im Arbeitsvertrag selbst mit abgedeckt.
Achtung: Enthalten Arbeitsverträge nur den Hinweis, dass Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, ist dieses unwirksam. So sehen es die Richter des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 5 AZR 765/10):
Ein Mitarbeiter verdiente monatlich 1800 € brutto. Im Arbeitsvertrag stand der zuvor erwähnte Hinweis. In seinem Urteil kritisierte das BAG, dass der Arbeitgeber*innen so beliebig viele Überstunden anordnen könnte. Was den ohnehin geringen Bruttomonatslohn deutlich verringern würde.
Fallen bei normalem oder geringem Gehalt Überstunden an, müssen diese also immer gesondert bezahlt werden. Eine Zulage für Überstunden gibt es nur, wenn dieses ausdrücklich im Arbeits-/Tarifvertrag geregelt ist. Ohne Überstundenregelung, haben Beschäftigte für die Mehrarbeit nur Anspruch auf den normalen Stundenlohn.
Der Inhalt von Arbeitsverträgen ist also viel zu entscheidend, um sich aus dem Internet zu bedienen. Prüfung oder Entwurf von Arbeitsverträgen gehört in die Hände von Experten.

 

 

 

 

 


 



 


 

 

 




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Heimwegtelefon
Ein sicheres Gefühl für den Heimweg


Besonders in der dunklen Jahreszeit fühlt man sich auf dem Weg nach Hause bisweilen unsicher.
Alle, die ein ungutes Gefühl haben, können sich die Rufnummer des Heimwegtelefons im Handy abspeichern und im Bedarfsfall anrufen.
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer begleiten Sie dann telefonisch nach Hause.
Deutschlandweit die Berliner Nummer: 030 - 120 74 182
Freitag und Sonnabend: 22 bis 4 Uhr
Sonntag bis Donnerstag: 20 bis 24 Uh

 

 

 

 


 

 

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Mit Schwung im Neuen Jahr!
Big Mamas Time 2020

Bewegung, Spaß und Fitness für Frauen ab ca. 90 kg, BMI ca. 30, mit Ilka.
Donnerstags von 16.15 - 17 h; auch in den Ferien.
1. Vom 23.1. - 25.6.2020, 20 Termine à 90,- Euro
2. Vom 9.7. - 10.12.2020, 20 Termine à 90,- Euro

Anmeldung direkt bei Ilka im Kurs oder unter info@freizeithauskirchdorf.de
Freizeithaus Kirchdorf-Süd Stübenhofer Weg 11

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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