18.Jahrgang,
Ausgabe 1
Jan. / Feb.
2012
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Verschiedenes

Giftpflanze des Jahres 2012: Der Goldregen
Qualifizierte Abfrage der USt-Identifikationsnummer nicht vergessen!
Hospizverein Hamburger Süden e.V.: 13 neue Hospizhelfer
Vier neue Oberärzte im Laufe des Jahres 2011
Neues Buch über den Seeschiff bau am Reiherstieg
Wer kennt’s?
Die Dohle ist „Vogel des Jahres 2012“

 

Giftpflanze des Jahres 2012: Der Goldregen (Laburnum anagyroides)

Goldregen

 

MG. „Am 15. Dezember 2011, nach einer 200tägigen Abstimmung, an der jeder teilnehmen konnte, hat sich der Goldregen zum zweiten Mal als Giftpflanze des Jahres 2012 durchgesetzt“, gibt der Botanische Sondergarten Wandsbek bekannt. Es folgten der Mohn, der Weihnachtsstern und die Narzisse. Bei dem giftigen Weihnachtsstern handelt es sich aber um die Wildform. Die dekorative Zimmerpflanze ist nicht giftig.
Der Goldregen gehört zu den bekanntesten Giftpflanzen Deutschlands. Besonders Kinder, die diese Kenntnis nicht haben, sind gefährdet, sich zu vergiften. Es bedeutet bereits Gefahr, wenn Kinder mit den erbsenähnlichen Samen spielen, sie zerkauen und verschlucken oder an den auffälligen Blüten lutschen! Daher wird auch immer wieder davor gewarnt, die Pflanzen in Nähe von Kinderspielplätzen und Schulhöfen zu pflanzen. Bei dem geringsten Verdacht einer Vergiftung (Erbrechen) sollte man sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben. Auch die Giftinformationszentralen sind rund um die Uhr erreichbar und geben Auskunft!

 



Giftinfozentrum Nord: Tel. 0551/19240.
Mehr über den Goldregen oder Giftpflanzen unter
www.hamburg.de/giftpflanze-des-Jahres

 

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Innergemeinschaftliche Lieferungen:
Qualifizierte Abfrage der USt-Identifikationsnummer nicht vergessen!

Ines Knabe

Von Ines Knabe, Steuerberaterin. Wer die Umsatzsteuerbefreiung für eine innergemeinschaftliche Lieferung/Leistung in Anspruch nehmen will, muss u. a. nachweisen, dass die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), die vom Abnehmer als Nachweis seiner Unternehmereigenschaft vorgelegt wird, im Zeitpunkt der Lieferung Gültigkeit hat. Es reicht nicht aus, wenn die USt-IdNr. im Zeitpunkt des Umsatzes vom Abnehmer lediglich beantragt wurde. Zuständig für die Überprüfung der USt-IdNr. ist das Bundeszentralamt für Steuern. Die Behörde bestätigt auf Anfrage z. B. über das Internet unter http://evatr.bff-online.de/eVatR die Gültigkeit einer USt-IdNr..
Es wird daher dringend empfohlen, die qualifizierte Abfrage vor jeder Lieferung bzw. Leistung durchzuführen und sich jedes Mal eine Bestätigung auszudrucken. Die derzeitige EU-Richtlinie kann von den Prüfern teilweise sehr streng ausgelegt werden, sodass die Gefahr der Nichtanerkennung der Umsatzsteuerbefreiung besteht. Während man bei einer einfachen Abfrage lediglich die Mitteilung erhält, ob eine USt-IdNr. gültig oder ungültig ist, wird bei der qualifizierten Abfrage auch der Name und die Anschrift der Person bestätigt.
Da ein in betrügerischer Absicht handelnder Leistungsempfänger i. d. R. nicht eine frei erfundene USt-IDNr., sondern eine bereits bestehende Nummer eines anderen Unternehmens angibt, kann der Leistungserbringer nur mit einer qualifizierten Bestätigungsabfrage einen Betrug ausschließen. Mit einer solchen Abfrage kann der Unternehmer nachweisen, dass er die erforderliche Sorgfalt erbracht hat, die von einem ordentlichen Kaufmann erwartet wird.

Anmerkung: Eine nur bei Beginn der Geschäftsbeziehung erfolgte Abfrage dürfte wohl in keinem Fall genügen. Daher sollte diese zumindestens in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, wenn man nicht bereit ist, bei jeder Lieferung oder Leistung eine qualifizierte Abfrage mit Bestätigungsvermerk vorzunehmen.

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Hospizverein Hamburger Süden e.V.:
13 neue Hospizhelfer

Hospizhelfer

 
Hundert Stunden in Theorie und Praxis liegen hinter ihnen:
13 neue ehrenamtliche Hospizhelfer haben ihr Zertifikat bekommen und begleiten nun Sterbende und Angehörige.

Foto: Hospizverein
 



Jutta Bonnhoff
. Meistens Bewunderung, mitunter aber auch Skepsis ernten Hospizhelfer, wenn sie auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit angesprochen werden. Schließlich sind Sterben, Tod und Trauer Themen, die in unserer Gesellschaft gerne ausgeblendet werden. Dabei erwächst Sterbebegleitung aus dem sozialen Miteinander und bedarf keiner besonderen Fähigkeiten außer Empfindungen und Gefühle des zu Begleitenden zu spüren.
Zehn Frauen und drei Männer mit ganz unterschiedlicher Lebenserfahrung haben sich seit Anfang des letzten Jahres dieser Aufgabe gestellt. Jetzt erhielten sie von der Vorsitzenden des Hospizvereins Hamburger Süden, Dr. Heike Buck, ihre Zertifikate. 100 Stunden in Theorie und Praxis liegen hinter ihnen.

Koordinatorin und Kursleiterin Susanne Seelbach ist zufrieden mit ihrer Gruppe. Alle haben durchgehalten bis zum Schluss, und Spaß gemacht hat es außerdem. Selbst der Humor ist dabei nie zu kurz gekommen. Die Neuen werden den Kreis der Hospizmitarbeiter verstärken und künftig in der ambulanten Sterbebegleitung aktiv sein. Sie wollen sterbenden Menschen und ihren Angehörigen eine Stütze sein. Sie können kompetente Hilfsangebote vermitteln und nehmen sich Zeit für Spaziergänge, für Gespräche, zum Zuhören. Ein unentgeltlicher Dienst, der von jedem angefordert werden kann.

Hospizverein Hamburger Süden e.V., Stader Str. 203 c, 21075 HH Tel. 7675 5043 - Fax 3250 7319
www.hospizvereinhamburgersueden. de

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Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand:
Vier neue Oberärzte im Laufe des Jahres 2011

MG. Es begann im Januar mit der Einstellung des Internisten Marcus Schweitzer aus der Asklepios Klinik Bad Oldesloe und setzte sich im Mai fort mit der Einstellung des Neurologen Matthias Merkel aus dem Epilepsiezentrum des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf.
Im November 2011 wurde die Anästhesistin Dr. Wiebke Schlüter zur Verstärkung der Anästhesie und Intensivmedizin eingestellt. Sie war zuvor im rheinland-pfälzischen Evangelischen und Johanniter Krankenhaus in Dierdorf/Selters tätig.

Die Sektion Neurologische Frührehabilitation des Wilhelmsburger Krankenhauses Groß-Sand wurde ebenfalls im November verstärkt. Die Internistin Anne Witt weist eine lange Erfahrung in der fachübergreifenden Rehabilitation auf und war zuvor in der Asklepios Klinik St. Georg tätig. „Was mich an Wilhelmsburg reizt, sind die überschaubare Größe des Krankenhauses und die Möglichkeiten zur Neugestaltung in einem motivierten Team“, so Anne Witt. Das gilt sicherlich für die meisten ihrer Kolleginnen und Kollegen.

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Neues Buch über den Seeschiffbau am Reiherstieg

Schiffbau

 

 

 

Das Titelbild des neuen Buches:

Schiffbau am Reiherstieg im 18. Jahrhundert,

von Dietmar Möller.

 

 

 

 

 

 

 

sic. In seinem neuen Buch „Seeschiffbau und Schiffszimmerleute am Reiherstieg 1680 bis 1865“ erzählt der Autor Dietmar Möller die Geschichte des Schiffbaus am Reiherstieg. Im Mittelpunkt steht die Reiherstieg Werft, die 1706 von dem mennonitischen Unternehmer Lucas Kramer aus Hamburg gegründet wurde.
Zunächst beschäftigt sich Möller ausgiebig mit den Anfängen des Holzhafens, dem Ewer-Schiffbau und dem Bau der Sägemühle am Reiherstieg in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Dann schildert er die Entwicklung der Reiherstieg Werft unter Lucas Kramer (bis 1758), Berend Roosen und Familie (bis 1849) und „Südseekönig“ Cesar Godeffroy. Zeitweise war die Reiherstieg Werft damals die größte Werft Hamburgs. Nach 1861 wurde die Werft auf den Kleinen Grasbrook verlegt, wo sie ab 1927 zur Deutschen Werft AG gehörte und mit dieser 1967 auf die Howaldtswerke Deutsche Werft überging.
Besonders spannend, gerade für die hiesige Leserschaft, dürfte die detailreiche und ausführliche Darstellung der vor Ort ansässigen Handwerker, der Sägemüller, Schmiedemeister und Schiffbaumeister und ihrer Familien- und Lebensverhältnisse sein.
Darüber hinaus hat Dietmar Möller geradezu akribisch die Herkunft und Familiengeschichte der vielen Schiffszimmerer in den Archiven recherchiert. Mehrere Anhänge geben seine Ergebnisse gebündelt wieder.
Das Buch bietet eine kenntnisreiche und äußerst detaillierte Darstellung der Entwicklung des Schiffbaus am Reiherstieg
und gibt Einblick in die Entstehung des bedeutenden Wilhelmsburger und Neuhofer Berufsstandes der Schiffszimmerer.

Dietmar Möller wurde 1937 in Wilhelmsburg geboren und forscht seit Jahren über die Geschichte der Reiherstieger Bewohner und Schiffszimmerleute. Er hat sich mit zahlreichen heimatkundlichen Veröffentlichungen einen Namen gemacht.

Dietmar Möller, Seeschiffbau und Schiffszimmerleute am Reiherstieg 1680-1865, Hamburg 2011. 154 S.,
zahlr. farbige Abbildungen, 59 Euro, erhältlich in der Buchhandlung Lüdemann, Fährstraße 26
.

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Wer kennt’s?

Bauernhof

sic. Und wieder ein Bild aus dem reichen Fundus unseres Elbinselmuseums!
Erkennen Sie, wo bzw. von welchem Hof die Luftaufnahme gemacht wurde?
Wie immer gilt: Schreiben Sie uns Ihre Antwort an:

Wilhelmsburger InselRundblick, Vogelhüttendeich 55, 21107 Hamburg,
E-Mail: briefkasten@inselrundblick.de

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Die Dohle ist „Vogel des Jahres 2012“
Wilhelmsburg hat noch einen kleinen Bestand an Dohlen. Wie lange wird sich der im Angesicht von Gartenschau und zunehmender Versiegelung noch halten?

Dohle

Dohlen

 

 

 

 

 

 

 

 

MG. Die Dohle (Corvus monedula) ist der kleinste Vertreter der Rabenvögel. Sie ist weder Unglücksbote noch Pechvogel, wie mancher Volksmund sie schmähte. Vielmehr beeindrucken Dohlen durch ihr hoch entwickeltes Familien- und Gesellschaftsleben. Dohlenpaare sind sich ihr Leben lang treu und auch in der fürsoglichen Beziehung zu ihrem Nachwuchs sind sie wahre Vorzeigeeltern. Dohlen können zwanzig Jahre alt werden.
Seit 1971 wird bundesweit vom Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) der Vogel des Jahres gewählt. In diesem Jahr war es der Gartenrotschwanz. Die Auswahl des Vogels des Jahres erfolgt nach der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraumes durch den Menschen.
Zum Rückgang der Dohlen tragen auch in Hamburg aktuell viele Gebäudesanierungen bei, die zwar wichtigen Energiesparzielen dienen, aber den Dohlen Brutplätze in Nischen, Mauerlöchern und Dachstühlen versperren. Ebenso bieten viele der modernen Neubauten, wie sie aktuell auch auf Wilhelmsburg entstehen, keine Nischen für die Vögel mehr. So ruft der NABU dazu auf, die „Wohnungsnot“ der schwarz gefi ederten Vögel mit den silber-blauen Augen zu lindern. Dazu sollen vorhandene Lebensräume erhalten und neue geschaffen werden.

Dohle



Auch die Dohlen-Kolonien in alten Baumbeständen nehmen ab, wo die durchaus anpassungsfähigen Vögel gerne die von Schwarzspechten gezimmerten Höhlen beziehen. Es ist daher wichtig, naturnahe Altholzbestände und „Höhlenbäume“ zu schützen. Auch alte Parkbäume in Städten und Siedlungsräumen können diese Funktion erfüllen.
Schade, dass in der Wilhelmsburger Mitte und im Wilhelmsburger Inselpark so viele alte Parkbäume ohne Not gefällt wurden und noch gefällt werden. So lindert man die „Wohnungsnot“ der Dohlen nicht.

 

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